Hoeneß schießt gegen matthäus: transfer-poker um woltemade eskaliert!

München – Der FC Bayern München verpasste es im Sommer knapp, Nick Woltemade vom VfB Stuttgart unter Vertrag zu nehmen. Nun schießt Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des Rekordmeisters, scharf gegen Lothar Matthäus, den er für die verpasste Chance verantwortlich macht. Die Causa Woltemade wirft lange Schatten und enthüllt brisante Details hinter den Kulissen.

Matthäus' äußerungen als auslöser für stuttgarter umdenken

Hoeneß’ Darstellung im „Spiegel“ ist brisant: Er ist sich nahezu sicher gewesen, dass der Transfer von Woltemade für eine Ablösesumme von 50 Millionen Euro zustande gekommen wäre. Doch Matthäus’ Äußerungen in der Presse, der Spieler sei 60 bis 80 Millionen wert, sollen den VfB Stuttgart zu einem Umdenken bewogen haben. „Die Aussage von Matthäus mit Woltemade: Ich sage Ihnen eins. Wir hätten den gekauft für 50 Millionen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir das hingekriegt hätten, aber dann sagt Matthäus in der Zeitung, der ist bestimmt 60 bis 80 wert.“

Das Ergebnis: Der VfB konnte Woltemade letztendlich nicht für 55 Millionen Euro abgeben, da der Druck zu groß geworden sei. Hoeneß kritisiert, dass Matthäus, als vermeintlicher Fachmann, mit seinen Aussagen die Verhandlungen negativ beeinflusst habe. Der Stürmer wechselte stattdessen für 75 Millionen Euro zu Newcastle United.

Hoeneß’ vorwürfe: matthäus schadet dem fc bayern

Hoeneß’ vorwürfe: matthäus schadet dem fc bayern

Doch die Kritik von Hoeneß geht weiter. Er wirft Matthäus vor, seine Position auszunutzen, um dem FC Bayern „ständig zu schaden“. Dies sei nicht das erste Mal, dass die beiden ehemaligen Weggefährten aneinanderreiben. Bereits im vergangenen Jahr hatte Hoeneß öffentlich seine Zweifel an Matthäus’ Verstand geäußert, nachdem dieser sich ebenfalls bei BILD zu Woltemade geäußert hatte.

Matthäus verteidigte sich daraufhin in seiner „Sky“-Kolumne und betonte, er habe nie behauptet, Woltemade koste 100 Millionen Euro. Er habe lediglich spekuliert, dass die Ablösesumme im Bereich von 80 bis 100 Millionen Euro liegen könnte, nachdem er von kolportierten 60 Millionen Euro gelesen habe. Die Differenzen zwischen den beiden scheinen unüberbrückbar.

Der Fall Woltemade zeigt deutlich, wie sensibel Transferverhandlungen sein können und wie ein unbedachtes Wort einen entscheidenden Einfluss auf den Ausgang haben kann. Hoeneß’ Vorwürfe gegen Matthäus lassen eine lange und bittere Fehde erahnen.