Hoeneß' poker um upamecano: so rettete der bayern-patron den deal
Der lange atem im poker um dayot upamecano
Dayot Upamecano und seine Berater lieferten sich einen zähen Poker, Uli Hoeneß zeigte sich enttäuscht – doch dahinter steckte ein Plan. Der langjährige Bayern-Patron ist auch abseits des operativen Geschäfts weiterhin ein entscheidender Faktor. Hoeneß' Äußerungen sind stets wohlüberlegt und haben Wirkung. Seine öffentliche Meinung im Fall Upamecano war ein klares Signal: Der Innenverteidiger musste sich beeilen, wenn er bleiben wollte.

Hoeneß' methode: druck erzeugen und fans vorbereiten
Es war einmal mehr die bewährte Methode von Uli Hoeneß, die zum Erfolg führte. „Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn Dayot Upamecano sich für einen Verbleib beim FC Bayern entscheiden würde“, erklärte der 74-Jährige im kicker und kritisierte die Berater des Spielers, die ihn aus seiner Sicht aus München locken wollten. Damit legte er die Axt an die Verhandlungen und bereitete die Fans vor. Hätte Upamecano nicht verlängert, wären er und seine Berater in der Kritik gestanden.
Ultimatum hinter den kulissen: entweder jetzt oder nie
Der öffentliche Druck allein reichte jedoch nicht aus. Die Klub-Strategen setzten ein Ultimatum: Zusage jetzt oder das Angebot wird zurückgezogen. Wie Sport1 berichtete, mischte Hoeneß auch in diesem finalen Gespräch kräftig mit und sorgte für den entscheidenden Impuls. Upamecano gab nach und muss sich nun mit einem Handgeld von lediglich 16 Millionen Euro zufrieden geben, weniger als ursprünglich erhofft.
Hoeneß' wiederkehrendes muster: gegen berater vorgehen
Dies ist nicht das erste Mal, dass Uli Hoeneß mit öffentlichen Aussagen und seinem Wirken im Hintergrund schwierige Verhandlungen beeinflusst. Er ist rational und stellt den Verein über alles. Sein Motto: Geht einer, kommt ein anderer. Besonders häufig geraten dabei die Berater der Spieler ins Visier. So bezeichnete er Pini Zahavi, den Agenten von David Alaba, als „geldgierigen Piranha“.
Machtwort bei lewandowski und davies
Auch im Fall Robert Lewandowski sprach Hoeneß ein Machtwort: „Wir werden der Fußballwelt beweisen, dass der Verein noch immer der Stärkere ist.“ Lewandowski blieb bis 2022. Bei Alphonso Davies sorgte Hoeneß im Sommer 2024 für Ärger beim Berater, indem er andeutete, dass Gespräche mit Spielern wie Joshua Kimmich einfacher seien. Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund konnten das Verhältnis kitten, Davies blieb in München.
Einigkeit im bayern-konzern und upamecanos entschluss
Im Fall Upamecano waren die meisten Beobachter davon ausgegangen, dass sich dessen Berater nicht unter Druck setzen lassen würden. Doch die geschlossene Vorgehensweise der Bayern-Führung und der Wunsch des Spielers, in München zu bleiben, führten zum positiven Ausgang. Es zeigt sich erneut, dass Uli Hoeneß auch abseits des Platzes eine wichtige Rolle spielt und der FC Bayern in der Lage ist, sich gegen die Interessen gieriger Agenten zu behaupten.
