Hoeneß lobt kompany: „blind nehmen – guardiola hat recht gehabt!

München – Uli Hoeneß, der Ehrenpräsident des FC Bayern, hat in einem Gespräch mit DAZN seine Bewunderung für Trainer Vincent Kompany deutlich zum Ausdruck gebracht. Nicht nur lobt er Kompanys Arbeit, sondern enthüllt auch pikante Details über die Verpflichtung des Belgier und gibt ein klares Bekenntnis zu seinem Neffen Sebastian Hoeneß ab.

Die überraschende verpflichtung kompanys

Die Geschichte rund um Vincent Kompany beim FC Bayern liest sich wie ein Lehrbuchbeispiel für geduldige Transferarbeit. Angeblich war Kompany erst „eher als vierte oder fünfte Option“ auf der Liste der Bayern-Verantwortlichen. Doch nach einem klaren Votum von Pep Guardiola, der Kompany „blind nehmen“ sollte, änderte sich alles. Hoeneß erinnert sich: „Wenn wir ihn jetzt nicht verpflichten, wäre er in zwei oder drei Jahren bei Manchester City.“ Daher forderte er Sportvorstand Max Eberl auf, „Wäsche für zwei, drei Tage einzupacken“ – ein deutliches Signal, dass die Verpflichtung ernst gemeint war.

Kompany formt eine einheit

Kompany formt eine einheit

Die Geduld hat sich ausgezahlt. Kompany hat sich schnell als Glücksgriff erwiesen und die Mannschaft in eine Einheit verwandelt. „Wir haben jetzt eine Mannschaft, die wirklich eine Einheit ist“, schwärmt Hoeneß. „Man spürt, dass sich die Spieler untereinander verstehen und füreinander einstehen.“ Das sei in den vergangenen Jahren so nicht der Fall gewesen, obwohl der FC Bayern immer guten Fußball gespielt habe. „Er hat es geschafft, aus 15, 16 oder 18 sehr guten Einzelspielern ein homogenes Team zu formen.“

Respekt für sebastian hoeneß

Respekt für sebastian hoeneß

Doch nicht nur Kompany genießt den Respekt des Bayern-Ehrenpräsidenten. Auch sein Neffe Sebastian Hoeneß, der aktuell den VfB Stuttgart trainiert, beeindruckt ihn enorm. „Sebastian hat nach unserem Trainer von mir den größten Respekt“, erklärt Hoeneß. „Was er in diesem Verein geleistet hat, ist bemerkenswert. Er hat die Mannschaft erstens im Abstiegskampf übernommen, zweitens wurden ihm in den letzten Jahren immer wieder die besten Spieler verkauft. Und trotzdem schüttelt er sich, macht weiter und kommt immer wieder zurück.“

Gerüchte über einen möglichen Wechsel von Sebastian Hoeneß zum FC Bayern kursieren bereits. „Er kommt zumindest mal infrage“, gibt Hoeneß zu. Doch betont er gleichzeitig: „Aber Kompany kann von mir aus noch fünf oder zehn Jahre hierbleiben.“

Die Journalisten in München haben auch wieder Arbeit, so Hoeneß amüsiert. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, als die Pressekonferenzen unter Trainern wie Tuchel oft für abstruse Geschichten sorgten, müssen die Journalisten bei Kompany nun tatsächlich über Fußball schreiben.

Die Faszination für den Sport bleibt ungebrochen – und Uli Hoeneß ist weiterhin ein begeisterter Beobachter und Verfechter des deutschen Fußballs.