Hockey-sensation aus argentinien: wie bremer club zum neuen ausnahmeziel wird
Bremen – Mate-Tee, südamerikanische Leidenschaft und Bundesliga-Hockey: Eine ungewöhnliche Kombination, die den Bremer Hockey Club (BHC) gerade aufmischen. Fünf talentierte Spielerinnen aus Argentinien haben das Team verstärkt und bringen eine neue Dynamik mit, die das ganze Feld verändern könnte. Doch es ist mehr als nur sportlicher Erfolg, der hier eine Rolle spielt – es ist eine Geschichte von Freundschaft, Integration und dem Gefühl von Zuhause, das weit weg von Südamerika gefunden wurde.

Die südamerikanische welle im norden
Agostina Lovagnini, Delfina Granatto, Manuela Ghigliotti, Julieta Fernández und Sofia Legubi – ihre Namen sind in der argentinischen Hockey-Szene bekannt, und nun erobern sie auch die Herzen der Bremer Fans. Sie sind keine gewöhnlichen Verstärkungen, sondern Botschafterinnen einer Kultur, die für ihre Lebensfreude und ihren Kampfgeist bekannt ist. „Wir bringen viel Erfahrung mit ins Team“, erklärt Granatto, „und zeigen, wie man Hockey lebt.“
Die Motivation ist vielfältig. Einige suchen die sportliche Herausforderung in der Bundesliga, die als eine der stärksten der Welt gilt. Andere träumen davon, die Welt zu sehen und neue Erfahrungen zu sammeln. Doch alle eint das Ziel, erfolgreich zu sein und Teil eines Teams zu werden, in dem sie sich wohlfühlen.
Die Integration gelingt dank einer außergewöhnlichen Familie.
Was diese Saison so besonders macht, ist die unglaubliche Unterstützung, die die argentinischen Spielerinnen von der Familie Frerichs erfährt. Lena Frerichs, Kapitänin des BHC, und ihre Familie haben ihren Gästen nicht nur ein Zuhause in Oberneuland zur Verfügung gestellt, sondern auch ihr Herz geöffnet. „Ich bin die Oma“, lacht Anne Jentschscke, die für das legendäre Bananenbrot sorgt, das inzwischen zum festen Bestandteil der Team-Tradition geworden ist. „Sie sehen mich als ihre Oma an. Das ist schön.“
Die Spielerinnen schätzen diese Wärme und Geborgenheit sehr. „Es ist so schön, hier zu sein. Gemeinsam etwas zu essen und einen Tag als Familie zu verbringen“, sagt Ghigliotti. „Auch wenn wir unsere eigentliche Familie in Argentinien vermissen, haben wir hier ein zweites Zuhause gefunden.“
Ein Blick über den Sport hinaus
Die fünf Argentinierinnen sind nicht nur wertvolle Spielerinnen für den BHC, sondern auch ein Vorbild für junge Talente. Sie zeigen, dass Sport verbindet und Kulturen zusammenbringt. Der BHC setzt auf diese internationale Ausrichtung, um sich von anderen Vereinen abzuheben und ein breiteres Publikum anzusprechen. „Wir machen es, um den Jugendlichen in Bremen Bundesliga-Hockey zu ermöglichen“, erklärt Trainer Florian Keller. „Bremen ist ein kleiner Standort. Wir könnten es sonst nicht.“
Die Saison ist noch jung, aber eines ist bereits klar: Die fünf argentinischen Spielerinnen haben den Bremer Hockey Club nachhaltig verändert. Sie bringen nicht nur sportliche Klasse mit, sondern auch eine positive Energie, die das ganze Team ansteckt. Und wer weiß, vielleicht trägt ja das nächste Bananenbrot vom Bremer „Oma“ zum erneuten Klassenerhalt bei. Eine Erfolgsgeschichte, die weit über die Grenzen Bremens hinaus erzählt werden wird.
