Hitzewelle! so schützen sie ihre haut richtig
Die Sonne brennt, die Temperaturen steigen – der Sommer ist da. Doch während wir die warmen Tage genießen, leidet unsere Haut. Ein wirksamer Sonnenschutz ist Pflicht, aber welche Creme ist wirklich die beste? Die Antwort liefert Dr. Yolanda Gilaberte, Chefärztin der Dermatologie am Universitätsklinikum Miguel Servet in Zaragoza.

Die drei säulen eines guten sonnenschutzes
Es gibt unzählige Sonnencremes auf dem Markt, doch nicht jede bietet den gleichen Schutz. Dr. Gilaberte erklärt, worauf man bei der Auswahl achten sollte. Zunächst einmal ist der Lichtschutzfaktor (LSF) entscheidend. „Mindestens LSF 30 ist empfehlenswert“, so die Expertin. „Bei heller Haut oder Neigung zu Sonnenbrand sollte man besser auf einen LSF 50 greifen.“ Das klingt logisch, aber es ist nur ein Teil der Wahrheit.
Ein entscheidendes Zeichen ist das UVA-Siegel. Dieses kleine Zeichen garantiert, dass die Creme auch vor den schädlichen UVA-Strahlen schützt, die ebenfalls zu Hautschäden und vorzeitiger Alterung führen können. Viele Produkte bieten zwar einen hohen LSF, vernachlässigen aber den UVA-Schutz. Das UVA-Siegel ist also ein Muss.
Ein weiterer, oft übersehener Aspekt ist der Schutz vor sichtbarem Licht. „Es gibt zunehmend mehr Filter und Fotoprotektoren, die auch vor dem sichtbaren Licht schützen“, erläutert Dr. Gilaberte. „Allerdings gibt es noch keine standardisierten Messmethoden für diesen Grad des Schutzes.“ Die Forschung in diesem Bereich schreitet voran, und es ist zu erwarten, dass in Zukunft auch hier klarere Richtlinien und Kennzeichnungen etabliert werden.
Die Wahl der richtigen Sonnencreme ist also keine Frage von Bauchgefühl, sondern erfordert ein wenig Aufmerksamkeit und Fachwissen. Ein hoher LSF, das UVA-Siegel und die Berücksichtigung des Schutzes vor sichtbarem Licht sind die wichtigsten Kriterien. Denn gesunde Haut ist ein Zeichen von Lebensqualität – und ein Schutz vor langfristigen Schäden.
