Historischer triumph: deutscher holt college-basketball-krone!
Die Michigan Wolverines haben sich im Finale der NCAA-Basketball-Saison gegen UConn durchgesetzt und die „March Madness“ gewonnen – vor 70.000 begeisterten Zuschauern. Ein besonderer Grund zur Freude: Zum ersten Mal seit zwölf Jahren stand wieder ein Deutscher im Siegerteam!
Ein bankplatz, ein großer traum
Malick Kordel, der 2,18-Meter-Mann aus Oberhausen, saß zwar in seinem ersten Jahr an der NCAA-Elite-Schule überwiegend auf der Bank, doch sein Beitrag zum historischen Erfolg darf nicht vergessen werden. Seine Entscheidung, in den USA zu studieren und Basketball zu spielen, hat sich ausgezahlt – zumindest für den Moment. Es bleibt abzuwarten, ob er weiterhin in den Staaten bleibt, um seine Karriere voranzutreiben.

Die nil-revolution und die rückkehr der talente
Die sogenannten NIL-Deals (Name, Image, Likeness), die es deutschen Basketball-Talenten ermöglichen, in den USA hohe Gehälter zu verdienen, haben in den letzten Jahren einen regelrechten Ansturm auf die Elite-Schulen ausgelöst. Doch wie es scheint, kehren nun die ersten Spieler zurück in die Easycredit Basketball Bundesliga – eine Entwicklung, die für die Liga äußerst erfreulich ist.

Experten warnen vor übertreibungen
Spielerberater Jan Jagla, Ex-Nationalspieler mit 141 Länderspieleen, mahnt im Podcast „Dyn Timeout“ zur Vorsicht. „Ich glaube nicht, dass es am Ende des Tages so viele Spieler gibt, die wirklich BBL-relevant sind“, so Jagla. Er schätzt, dass jährlich lediglich fünf bis acht Spieler den Sprung schaffen werden.

Koroma, rataj und tilly: wer kehrt zurück?
Unter den vielversprechenden Rückkehrern befindet sich Dwayne Koroma (24/UConn), der als Vize-Champion mit UConn glänzte. Koroma, ein Center mit etwa 2,07 Metern, muss sich jedoch noch deutlich verbessern, wie Jagla betont: „Er muss sich einen 24-Stunden-Dennis-Rodman-Film angucken und versuchen, das auf höchstem europäischem Niveau zu kopieren.“
Auch Flügelmann Michael Rataj (22/Baylor) hat bereits einen Vertrag bei Alba Berlin unterschrieben, will aber vorher noch versuchen, sich für den NBA-Draft zu empfehlen. Christoph Tilly (23/Ohio State) scheint seinen Traum von der NBA noch nicht aufgegeben zu haben, doch Jagla sieht ihn eher in Europa: „Gerade wenn du mit NBA-Geschäftsführern redest, ist die Frage immer: Was ist seine Elite-Fertigkeit?“
Die euroleague-option für tilly und saballys potenzial
Jagla traut Tilly (2,13 Meter) sogar den Sprung in die Euroleague zu, rät ihm aber zu einem Zwischenschritt, um sich an das europäische Level zu gewöhnen. Ein weiteres vielversprechendes Talent ist Lamin Sabally (23/Iona), der Bruder der Berliner WNBA-Stars Satou und Nyara. Seine starke Abschluss-Saison und sein hohes Energieniveau machen ihn zu einem interessanten Kandidaten für BBL-Vereine. „Er kann offensiv einen Vorteil generieren. Und solche Spieler gibt es nicht so viele.“
Lennart Weber (23/Bryant) und Alexander Richardson (22/Loyola) könnten ebenfalls in der BBL Fuß fassen, während Daniel Helterhoff (23/Rider) und Collin Metcalf (Maryland) weniger Aussichten auf einen BBL-Job haben.
Die Rückkehr dieser deutschen Talente könnte die Easycredit Basketball Bundesliga bereichern und den deutschen Basketball auf ein neues Level heben. Die Zeit wird zeigen, welche dieser Spieler tatsächlich den Sprung in die Spitze schaffen.
