Historischer ausgleich: rom belohnt frauen-tennis mit top-preisgeld!
Rom – Ein Erdbeben in der Tenniswelt: Bei den diesjährigen Internazionali d’Italia wurden die Preisgelder für Damen und Herren gleichgestellt. Zum ersten Mal in der Geschichte des Turniers übertrifft das Preisgeld für die Damen-Siegerin das der Herren. Ein Meilenstein für die Gleichberechtigung im Sport, der die WTA auf den Weg zu einer vollständigen Angleichung bis 2027 bringt.

Coco gauff oder elina svitolina: wer nimmt die rekordprämie mit nach hause?
Die Spannung ist kaum zu überbieten: Wer am Ende Coco Gauff oder Elina Svitolina heißen wird, wird nicht nur den Titel, sondern auch einen Scheck über stolze 1.055.285 Euro entgegennehmen – mehr als der männliche Champion erhält. Ein historischer Moment, der die Diskussion um die Wertschätzung von Frauen im Sport neu entfacht.
Vergleicht man das mit dem Vorjahr, so zeigt sich ein deutlicher Wandel: Carlos Alcaraz nahm damals 1.007.165 Euro mit, während Jasmine Paolini mit 877.000 Euro deutlich weniger verdiente. Auch für die Zweitplatzierten gibt es eine spürbare Aufwertung: 549.335 Euro für die unterlegene Frau, 535.585 Euro für den unterlegenen Mann. Ein Zeichen, dass die Organisatoren den Forderungen nach mehr Gleichberechtigung endlich Gehör verliehen haben.
Die WTA hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Bis 2027 sollen alle sogenannten „Combined Events“ – Turniere, bei denen Damen und Herren parallel spielen – die gleichen Preisgelder bieten. Die Internazionali d’Italia sind ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Das Gesamtpreisgeld für die Damen stieg von 6,1 auf 7,1 Millionen Euro, während das der Herren von 8 auf 8,2 Millionen Euro wuchs. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt deutlich, welche Fortschritte in Sachen Gleichbehandlung erzielt wurden.
Denken wir nur an 2023, als das Turnier von 8 auf 12 Tage verlängert und die Teilnehmerzahl von 56 auf 96 erhöht wurde. Damals lag das Preisgeld für die Damen bei weniger als der Hälfte des Herren-Preisgeldes (3,6 Millionen Euro gegenüber 7,7 Millionen Euro). Seitdem hat sich das Verhältnis kontinuierlich verbessert – und in Rom hat es nun einen Quantensprung gegeben.
Die Entscheidung ist gefallen: Die WTA hat mit diesem Schritt ein starkes Signal gesetzt und den Weg für eine gerechtere Zukunft im Tennis geebnet. Es bleibt abzuwarten, ob andere Turniere diesem Beispiel folgen werden. Aber eines ist klar: Die Zeiten, in denen Frauen im Sport schlechter bezahlt wurden, scheinen langsam zu Ende zu gehen.
