Himalaya-traum geplatzt: viperngift stoppt base-sprung von tim howell
Der britische Extremsportler Tim Howell muss seinen dritten Anlauf für einen neuen Höhenweltrekord im Base-Jumping am Lhotse verschieben – und das aus einem unerwarteten Grund: Eine Viper hat ihn in Grenoble gebissen. Was als Routine-Trip in den Himalaya geplant war, endete abrupt in einem Krankenhaus.

Ein biss, der alles verändert
Howell, ein erfahrener Bergführer und ehemaliger Royal Marine, hatte sich das Ziel gesetzt, am Lhotse, einem der höchsten Berge der Welt, einen Base-Jumping-Sprung aus unglaublicher Höhe zu vollführen. Bereits 2024 und 2025 scheiterte sein Versuch aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen. Doch dieses Mal war es nicht das Wetter, das ihm einen Strich durch die Rechnung machte. Wie er auf seinem Instagram-Account berichtete, biss ihm eine Viper während eines Spaziergangs in Grenoble zu. „Ich habe meine Hand in einen Busch gesteckt und dachte, es wäre ein Dorn. Es war der Biss einer Aspis-Viper“, so Howell.
Die Situation eskalierte schnell. Obwohl Aspis-Vipern nicht als besonders gefährlich gelten, reagierte Howell allergisch auf ihr Gift. Er erlitt eine schwere Atemnot und einen anaphylaktischen Schock. Fünf Tage lang musste er sich in der Intensivstation befinden, wo ihm ein Gegenmittel und Adrenalin verabreicht wurden. „Mein Finger hatte eine Nekrose, sodass eine Operation notwendig wurde“, erklärte der Athlet. „Die Wunde ist verheilt, und ich habe mit der Physiotherapie begonnen, um die Beweglichkeit wiederherzustellen.“
Der aktuelle Höhenweltrekord im Base-Jumping steht Valery Rozov, der 2016 vom Cho Oyu aus 7.700 Meter tief stürzte. Howell strebt nun an, diesen Rekord im Jahr 2027 zu brechen. Doch der unerwartete Zwischenfall hat seine Pläne für dieses Jahr zunichte gemacht und zeigt, wie unberechenbar die Natur sein kann, selbst für erfahrene Extremsportler wie ihn.
Es ist ein bitterer Rückschlag für Howell, der mit seiner Mischung aus Klettern, Bergsteigen und Base-Jumping stets für spektakuläre Leistungen bekannt war. Nun heißt es abwarten und hoffen, dass er sich vollständig von dem Vorfall erholen und seinen Traum vom Höhenweltrekord im Himalaya irgendwann verwirklichen kann. Aber eines ist klar: Auch die erfahrensten Athleten sind der Gnade der Elemente und den Überraschungen der Natur ausgeliefert.
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