Hezonja tanzt mit zwei klubs: nba-rückkehr droht!

Madrid – Mario Hezonja, der Shooting Guard von Real Madrid, sorgt derzeit für Gesprächsstoff. Während die Saison in der EuroLeague auf den Höhepunkt zuläuft, schwingt der Schatten einer möglichen NBA-Rückkehr über dem spanischen Hauptstadtklub. Sein neuer Berater, der umstrittene Misko Raznatovic, hat diese Möglichkeit in den Raum gestellt und damit für zusätzliche Unsicherheit gesorgt.

Ein vertrag mit schlupflöchern

Ein vertrag mit schlupflöchern

Die Situation ist komplex. Hezonjas Vertrag mit Real Madrid enthält eine Ausstiegsklausel für die NBA, die bei einer Ablöse von lediglich einer Million Euro greift – wobei der neue Arbeitgeber 850.000 Euro davon übernehmen könnte. Der Spieler selbst hat die Möglichkeit in einem Interview mit Eurohoops kaum dementiert, sondern eher vage Andeutungen gemacht. Er sprach von einer „üblichen Klausel“, die vielen Spielern zustehe und deutete an, dass sie nicht zwangsläufig zur Auslösung führe. Dabei ließ er offen, wann genau diese Option genutzt werden kann.

Auch Trainer Sergio Scariolo, ebenfalls von Raznatovic vertreten, äußerte sich vorsichtig. Er betonte, dass jeder Spieler professionell mit der Situation umgehe und dass Hezonjas möglicher Wechsel in die NBA bekannt sei. Er lobte die Leistungen des Spielers in der laufenden Saison, vermied aber eine klare Aussage über dessen Zukunftspläne.

Die Gerüchteküche brodelt bereits. Namen wie Hapoel Tel Aviv und insbesondere Dubai Basketball werden im Zusammenhang mit Hezonja genannt. Interessant ist, dass der Spieler selbst offenbar schon im vergangenen Jahr die Möglichkeit hatte, den Verein zu verlassen, diese aber aus persönlichen Gründen abgelehnt hat. Er habe damals mit den Verantwortlichen gesprochen und den Wechsel kurz vor den Playoffs gegen Olympiakos Piraeus verhindert – ein Schritt, den er später möglicherweise bereute, da Real Madrid die Final Four verpasste.

Trotz der offenen Zukunftsmusik schilderte Hezonja seine tiefe Verbundenheit mit Madrid und der Stadt. Er betonte seine Liebe für den Verein, das Erbe von Real Madrid und die Entwicklung seiner Karriere. Er kündigte an, dass in den nächsten Jahren noch „große Dinge“ passieren würden und schloss einen langfristigen Verbleib nicht aus. Seine Familie fühle sich in Madrid wohl, sowohl in der Organisation als auch in der Stadt selbst.

Die Causa Hezonja ist umso brisanter, da er bereits im Sommer 2024 kurz vor einem Wechsel zum FC Barcelona stand, dieser aber kurzfristig geplatzt war, nachdem er unmittelbar nach dem Gewinn der Liga Endesa öffentlich seine Absicht geäußert hatte, weiterhin in Madrid Titel zu sammeln. Diese Wechselgedanken haben nun erneut für Verwirrung gesorgt. Die Frage ist, ob Real Madrid sich auf erneute Geduld verlassen kann oder ob der Verein gezwungen sein wird, Hezonjas Zukunft aktiv zu steuern.

Die Entscheidung von Mario Hezonja wird nicht nur sportliche, sondern auch finanzielle Auswirkungen haben. Real Madrid muss nun abwarten, ob der talentierte Spieler seinen Worten Taten folgen lässt und ob die „Liebe für Madrid“ stärker wiegt als die Verlockung der NBA. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein.