Hertha bsc am scheideweg: niederlage gegen hannover und die schwindenden aufstiegschancen
- Ein rückschlag im aufstiegsrennen
- Leitl spricht von erschöpfung und fehlender energie
- Hannover nutzt herthas schwäche aus
- Die ersten 45 minuten: eine katastrophe für hertha
- Joker bringen neuen schwung, aber es reicht nicht
- Eine niederlage, die erklärbar, aber nicht leistbar ist
- Die kommenden aufgaben und die schwindende hoffnung
Ein rückschlag im aufstiegsrennen
Die 2:3-Niederlage gegen Hannover 96 ist ein herber Dämpfer für Hertha BSC im Kampf um den Aufstieg. Obwohl die Umstände – insbesondere die Erschöpfung nach dem Pokelfight – eine Erklärung liefern, kann sich die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl diesen Fehler im entscheidenden Moment der Saison kaum leisten. Die Träume von der Rückkehr in die Bundesliga rücken in weite Ferne.

Leitl spricht von erschöpfung und fehlender energie
Nach der bitteren Pokalniederlage gegen Freiburg gab Stefan Leitl zu, dass seine Mannschaft am Donnerstag noch keine Energie hatte. "Heute ist noch keine Energie da für Samstag. Eine gewisse Müdigkeit ist noch da, sowohl physisch als auch mental", erklärte er. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass die Mannschaft rechtzeitig vor dem Spiel gegen Hannover wieder in Form kommen würde.

Hannover nutzt herthas schwäche aus
Doch am Samstag kam Hertha nicht an seine Leistungsgrenze. Die Berliner wirkten in der ersten Halbzeit müde und unpräzise. Fabian Reese, der Kapitän, fasste es treffend zusammen: "Wir waren in der ersten Halbzeit energetisch nicht auf dem höchsten Niveau, in den Zweikämpfen ein bisschen zu spät und im eigenen Ballbesitz zu unpräzise." Die fehlende Intensität und Galligkeit waren deutlich erkennbar.
Die ersten 45 minuten: eine katastrophe für hertha
Die Anfangsminuten waren zwar noch vielversprechend, doch dann ließ Hertha schnell erkennen, dass sie noch immer mit den Strapazen des Pokalspiels zu kämpfen hatten. Die Gegentore in der 8. und 29. Minute waren vermeidbar. Luca Schuler und Daisuke Yokota hatten viel Platz und konnten ungehindert agieren.

Joker bringen neuen schwung, aber es reicht nicht
Im zweiten Durchgang brachte die Einwechslung von Jeremy Dudziak und Sebastian Grönning frischen Wind in das Spiel. Hertha spielte nun klarer und aggressiver. Der Elfmeter in der 53. Minute und der späte Anschlusstreffer von Julian Eitschberger (92.) zeigten den Willen der Mannschaft, doch der Rückstand war zu groß.
Eine niederlage, die erklärbar, aber nicht leistbar ist
Die Niederlage ist zwar aufgrund der Pokalbelastung erklärbar, doch Hertha kann sie sich nicht leisten. Sportdirektor Benjamin Weber räumte ein: "Das war heute kein Endspiel, sondern ein Heimspiel, das wir erfolgreich bestreiten mussten." Der Abstand zu Platz drei beträgt nun mindestens sechs Punkte.
Die kommenden aufgaben und die schwindende hoffnung
Am nächsten Spieltag wartet das Auswärtsspiel beim SC Paderborn, einem direkten Konkurrenten. Torhüter Ernst gibt die Hoffnung nicht auf, betont aber, dass eine nahezu perfekte Restleistung erforderlich ist, um den Traum vom Aufstieg noch zu verwirklichen. Die Frage ist, ob Hertha noch oft sein Limit erreichen kann.
