Hertha am abgrund: pech, var-chaos und neuer tiefpunkt!
Berlin brodelt! Hertha BSC hat am Samstag gegen Holstein Kiel einen Spieltag erlebt, der so frustrierend kaum zu überbieten ist. 0:1 – eine verdiente Niederlage? Bei Weitem nicht! Ein Abseitstor, ein zurückgenommener Elfmeter und eine insgesamt schwache Chancenverwertung lassen die Fans sprachlos zurück. Die Misere geht weiter.
Die strittigen szenen, die das spiel entschieden haben
Zunächst die 60. Sekunde: Josip Brekalo scheint zu treffen, doch der Jubel wird im Keim erstickt. Luca Schuler stand im Vorfeld hauchzart im Abseits – eine Entscheidung, die die Berliner noch einigermaßen verdauen konnten. Doch die Szene kurz vor der Pause wirft lange Schatten. Linus Gechter wurde von Kiels Verteidiger Marko Ivezic gefoult – Schiedsrichter Kampka zeigte auf den Elfmeterpunkt! Doch der VAR-Check zunichte die Hoffnung auf den möglichen Ausgleich. Deyovaisio Zeefuik, der den Ball per Pass zurück in den Strafraum spielte, soll 15 Sekunden zuvor im Abseits gestanden haben. Eine Interpretation, die bei den Hertha-Verantwortlichen für blanken Zorn sorgte.
„Lass’ uns nicht drüber reden“, knurrte Hertha-Trainer Stefan Leitl in der Pressekonferenz, sichtlich angefressen von der VAR-Entscheidung. Kapitän Fabian Reese stimmte zu: „Mit dem Videobeweis hatten wir ein bisschen Pech. Dass Deyo im Abseits war, obwohl der Torhüter dreimal an dem Ball war, ist sehr bitter.“ Die Regel interpretieren? Da steige er nicht mehr durch, so Reese.
Sportdirektor Benjamin Weber ergänzte: „Deyo war im Abseits, und da es laut VAR in derselben Phase war, wurde das Tor zurückgenommen.“ Eine Erklärung, die kaum tröstet, wenn man am Ende mit leeren Händen dasteht.

Siebter spieltag ohne tor – ein trauriger rekord
Die 0:1-Niederlage unterstreicht ein weiteres Problem: Hertha BSC steht zum siebten Mal in dieser Saison in einem Heimspiel ohne Tor da – ein neuer Negativrekord für die Berliner in der 2. Liga. 23:6 Torschüsse, zahlreiche Hochkaräter, aber am Ende nichts Zählbares. „Es war nicht unser Tag“, klagte Brekalo. „Zwei Entscheidungen sind gegen uns getroffen worden. Wir hatten viele Chancen, aber haben es nicht geschafft, sie zu nutzen – der Gegner macht dann bei seiner einzigen richtigen Chance das Tor.“
Die Konsternierung war nach dem Spiel groß. „Es gab eine Mannschaft, die Fußball gespielt hat, die in allen Belangen besser war – außer im Toreschießen“, stellte Reese fest. „Wir haben uns am Ende selbst geschlagen.“ Hertha BSC befindet sich in einer tiefen Krise, und die Zeichen stehen nicht gut. Ob Leitl die Wende noch herbeiführen kann, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch klar: So kann es nicht weitergehen.
