Heidenheim: schmidt glaubt nicht an bayern-unterschätzung – „chance bei null“

München – Frank Schmidt, der Coach von 1. FC Heidenheim, hält ein Wunder im Duell gegen den FC Bayern München am Samstag für höchst unwahrscheinlich. Nach dem glanzvollen Champions-League-Erfolg gegen Paris Saint-Germain steht für die Bayern das vermeintlich mühelose Spiel gegen den Tabellenletzten an – und Schmidt weiß, dass seine Mannschaft sich gegen eine vermeintliche Arroganz wehren muss.

Die ausgangslage: david gegen goliath

Die Allianz Arena, das Duell gegen den amtierenden Meister, die Bayern – für Heidenheim klingt das wie ein Albtraum. Schmidt betonte deutlich: „Dass sie uns unterschätzen, können wir ausschließen. Das weiß ich.“ Die Zahlen sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache: Heidenheim ist die schwächste Auswärtsmannschaft der Liga, während die Bayern mit 113 Toren die stärkste Offensive stellen. Eine höhere Außenseiterrolle ist kaum denkbar.

Doch Schmidt will sich nicht unterkriegen lassen. „Nichts Schlimmeres, als wenn man vor dem Spiel schon irgendwas abschenkt“, mahnte er eindringlich. Seine Mannschaft müsse sich „mit allem, was wir haben wehren“. Der Glaube und der Mut, so Schmidt, seien die Grundvoraussetzungen für eine Überraschung, die dem FCH die Chance auf den Klassenerhalt bewahren könnte. Aber selbst mit maximaler Anstrengung und einer gehörigen Portion Glück, scheint der Erfolg in München ein fernes Ziel.

Personalsorgen belasten die vorbereitung

Personalsorgen belasten die vorbereitung

Die Aufgabe wird für Heidenheim zusätzlich erschwert durch zahlreiche Personalsorgen. Neben den fünf Langzeitverletzten fällt auch Mathias Honsak verletzungsbedingt aus, während Christian Conteh aus privaten Gründen fehlt. Das schränkt die taktischen Möglichkeiten von Schmidt erheblich ein. Trotzdem will seine Mannschaft nicht nur passiv verteidigen. „Wenn wir nur versuchen werden, unser Tor zu verteidigen, dann ist es eine Frage der Zeit, dass die Bayern treffen“, so Schmidt. Er will sehen, dass seine Elf kämpft und versucht, das Spiel offen zu halten – auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines Punktgewinns gegen die Bayern gering ist.

Die Wahrheit ist: Heidenheim steht vor einer Herkulesaufgabe. Ein Sieg in München wäre nicht nur ein Achtungserfolg, sondern könnte die Rettung bedeuten. Schmidt weiß das und fordert von seiner Mannschaft alles, was sie hat. Ob es reicht, wird die Zeit zeigen. Aber eines ist klar: Heidenheim wird sich nicht kampflos geschlagen geben. Und selbst wenn die Niederlage unvermeidlich scheint, wird der FCH bis zum Schluss alles geben – denn im Fußball ist alles möglich.