Doppelschock in bielefeld: ebner und versteijnen verlassen tsg a-h
Die TSG A-H Bielefeld muss sich im Sommer mit zwei Abgängen in ihren Reihen auseinandersetzen: Dominik Ebner und Torwart Arjan Versteijnen werden den Drittligisten verlassen. Ein herber Verlust, besonders wenn man bedenkt, wie beide Spieler in ihren jeweiligen Rollen in der vergangenen Saison gewirkt haben – oder eben nicht.
Ebners weg geht weiter: verletzungen bremsten den rechtsaußen
Für Dominik Ebner bedeutet das Ende eines ambitionierten Plans. Der Rechtsaußen, der im Sommer 2023 vom TuS N-Lübbecke in die Ostwestfalen kam, konnte aufgrund wiederkehrender Verletzungen nicht an seine angestrebte Form herankommen. Christian Sprdlik, Geschäftsführer der TSG, drückte zwar sein Bedauern aus, betonte aber, dass die Entscheidung im beiderseitigen Interesse liege. "Auch wenn seine Zeit bei uns nicht wie erhofft verlaufen ist, hat er sich jederzeit voll eingebracht." Doch die Wahrheit ist, dass Ebner nur zehn Spiele absolvieren und dabei lediglich 40 Tore markieren konnte – eine magere Ausbeute für einen Spieler seines Kalibers.
Ebner selbst zeigte sich enttäuscht. "Vor allem hätte ich mir gewünscht, in der kommenden Saison die Chance gehabt zu bekommen, mein wahres Niveau unter Beweis zu stellen." Ein verständlicher Wunsch, der nun unerfüllt bleibt. Chefcoach Arjan Haenen betonte, dass Ebner in seinen Einsätzen immer versucht habe, sein Bestes zu geben, aber die Verletzungen hätten ihn immer wieder zurückgeworfen. Eine bittere Pille für den erfahrenen Spieler.

Versteijens kurzzeitiger gastauftritt: wendlands verletzung schuf eine chance
Auch die Trennung von Arjan Versteijnen kommt nicht überraschend. Der niederländische Torwart heuerte erst im Laufe der Saison an, nachdem sich Mustafa Wendland schwer verletzt hatte. Sprdlik lobte Versteijens Einsatz und seinen Beitrag zum Erfolg der Saison. Aber die Zukunft gehört Leon Goldbecker und dem wiedergenesenen Wendland. Die TSG setzt auf Kontinuität auf der Torwartposition – ein vernünftiger Schachzug, der Versteijens Abgang unausweichlich machte.
Versteijnen, dessen Bruder Niels beim TBV Lemgo Lippe spielt, blickt dennoch positiv zurück. "Ich nehme viele besondere Momente, wertvolle Erfahrungen und tolle Begegnungen mit." Ein Abschied mit Stil, der zeigt, dass er die Zeit in Bielefeld genoss, auch wenn sie kürzer war als erhofft. Seine Handball-Reise führte ihn bereits über Belgien und die 2. Bundesliga, nun steht eine neue Herausforderung an.
Die Abgänge von Ebner und Versteijnen markieren das Ende eines Kapitels für die TSG A-H Bielefeld. Während die Spieler neue Wege gehen, bleibt die Frage, wie sich der Kader für die kommende Saison gestalten wird und ob die Mannschaft die notwendige Stabilität findet, um in der 3. Liga zu bestehen.
