Heavy-metal-coach zimmermann rettet den ofc: erste schlacht gegen schlager-gegner

Die Stunde Null in Offenbach schlägt mit Heavy-Metal-Riffs. Mark Zimmermann, 52, übernimmt den abstiegsbedrohten OFC und sagt klipp und klar: „Die Mannschaft weiß, was die Stunde geschlagen hat.“

Keine kabinen-playlist, dafür knallhart-fußball

Zimmermann, zuletzt in Halle, scherzt über seine Musikvorlieben: „Ich habe keinen Einfluss mehr auf die Musik, aber auf den Punktezuwachs.“ Tabellenplatz 14, drei Punkte Luft bis zur roten Zone – das reicht nicht für einen Traditionsklub, der einst Bundesliga spielte. Der Coach setzt auf Kompaktheit und unmittelbare Reaktion: „Kurve bekommen kann schnell gehen, wenn jeder sein eigenes Tempo findet.“

Vertrag bis Juni, Probe aufs Exempel. Martin Pieckenhagen, Sportgeschäftsführer, nennt das „stressige Ausloten“. Die Devise: Erst beweisen, dann verlängern. Keine netten Worte, harte Realität.

Am samstag gegen großaspach: metall gegen schlager

Am samstag gegen großaspach: metall gegen schlager

Der Gegner heißt SG Sonnenhof Großaspach – Tabellenzweiter und Lieblingsverein von Schlager-Queen Andrea Berg. Für Zimmermann ist es keine Show, sondern ein Sechs-Punkte-Spiel. „Wenn wir da einen Punkt mitnehmen, ist der Knoten geplatzt“, sagt er. Mehr nicht. Kein Pathos, nur Punkte.

Die Fans am Bieberer Berg erwarten kein Konzert, sie wollen einen Befreiungsschlag. Zimmermann trägt kein Leder, aber eine Weste aus Erfahrung: 1. FC Köln II, Carl Zeiss Jena, HFC – überall hat er Teams aus der Schieflage gezogen. Jetzt OFC. Er sagt: „Wenn es läuft, bin ich der Erste, der die Gitarre rausholt.“ Bis dahen bleibt’s bei Schweiß statt Pyro.

Die Uhr tickt. 13 Spiele, ein Ziel: Klassenerhalt. Zimmermanns Message an die Spieler: „Wer nicht bereit ist, bis Juni Vollgas zu geben, soll jetzt aussteigen.“ Keine Rettung, nur Angriff. So klingt Heavy Metal im Offenbacher Stadion.