Hbl-sturm auf die european league: vier klubs, ein abend, ein ziel
Die Handball-Europameisterschaft der Klubs schlägt heute in die dritte Runde – und Deutschlands vier Musketiere haben den Bogen gespannt. Flensburg, Hannover, Kiel und Melsungen müssen gleichzeitig liefern, sonst droht ein Frühjahr ohne K.o.-Phase.
Flensburg reist mit brandgeruch nach südfrankreich
Nur zwei Tage nach dem 27:27 gegen Kiel sitzen die Nordlichter im Flieger nach Montpellier. Die SG Flensburg-Handewitt trägt die Reisebelastung wie ein Splitter im Oberschenkel – und genau dort will der französische Meister zustechen. Dyn und DAZN übertragen ab 20.45 Uhr live, doch die Bilder werden hart: Flensburg muss gewinnen, um nicht schon vor der Hälfte der Hauptrunde den Anschluss zu verlieren.
Die Situation ist brisant. In der Vorrunde schenkten die Skandinavier den Deutschen zwei Punkte ein, jetzt fordert die EHF den Gefallen zurück. Trainer Niclas Ekberg warnte gestern auf der Pressekonferenz: „Montpellier spielt zu Hause wie ein Rennpferd, das erst beim Startknall merkt, dass es kein Halfter trägt.“

Kiel und melsungen: revanche statt rückspiel
Während Flensburg noch die blauen Flecken vom Nord-Derby zählt, hat der THW Kiel bereits die nächste Granate gezündet. Gegen Bidasoa Irun geht es um die Tabellenführung in Gruppe A – und um das Selbstverständnis des Rekordchampions, der in Irun vor zwei Jahren noch mit sieben Toren unter die Räder kam. 18.45 Uhr, live auf Dyn: Wer den Zeitschlägerverpasst, verpasst auch die halbe Wahrheit über die deutsche Handballzukunft.
MT Melsungen hingegen fliegt unter dem Radar nach Schweden. In Kristianstad wird nicht nur gespielt, sondern gerechnet: Die Hessen haben die beste Zweitplatzierungs-Chance, wenn sie den Skandinaviern das Selbstbewusstsein klauen. Die 18.45-Uhr-Partie ist das versteckte Juwel des Abends – Dyn zeigt sie exklusiv, weil die EHF genau weiß, dass Deutschland hier Goldgrube spielt.

Hannover: letzte chance mit ansage
Die TSV Hannover-Burgdorf steht am Abgrund. 20.45 Uhr in Schaffhausen gegen die Kadetten – ein Verlust würde die Roten aus der Erinnerung tilgen. Trainer Michael Biegler schickte seine Mannschaft gestern schon in die Berge, um die Höhe zu spüren. Die Botschaft: „Wenn wir hier nicht kämpfen, fliegen wir tiefer als der Rhein.“ Dyn begleitet das Drama bis zur Schlusssirene.
Die Bilanz nach zwei Spieltagen ist ein Eigentor: Kein deutscher Klub führt seine Gruppe an. Die Punkteausbeute von 4 aus 8 möglichen Zählern ist der schlechteste Start seit 2019. Die Konkurrenz aus Spanien, Frankreich und Portugal lacht sich ins Fäustchen – und wartet nur darauf, dass die HBL-Boys den Faden verlieren.
Heute Abend entscheidet sich, ob die deutsche Handballwelt im Frühjahr noch träumen darf. Vier Spiele, vier Geschichten, ein gemeinsamer Nenner: Verlieren ist kein Option mehr. Dyn und DAZN liefern das Bild, die Klubs müssen die Antwort liefern. Um 22.50 Uhr wissen wir, ob Deutschlands European-League-Saison noch ein Herzschlag hat – oder schon im Februar begraben wird.
