Havertz-debatte: kramer schwärmt, sammer sieht verletzungsrisiko
Vor dem alles entscheidenden Rückspiel zwischen Arsenal und Atlético Madrid brodeln die Diskussionen um Kai Havertz. Während Christoph Kramer den deutschen Nationalspieler in den höchsten Tönen lobt, warnt Matthias Sammer vor einem entscheidenden Problem, das die Entwicklung des Gunners-Stürmers beeinträchtigen könnte.
Kramer sieht einen „weltstar“ im arsenal-trikot
Die Euphorie um Kai Havertz ist bei Christoph Kramer offensichtlich groß. Der frühere Weltmeister äußerte sich bei Prime begeistert über den 24-Jährigen: „Er spielt zu Recht bei Arsenal London. Er ist ja für eine riesige Summe auf die Insel gewechselt.“ Die Ablösesummen waren beträchtlich: 100 Millionen Euro zahlte Chelsea 2020 für Havertz, Arsenal investierte im Sommer 2023 weitere 75 Millionen. Kramer betonte, dass Havertz ein „sehr kompletter Spieler“ sei, dessen Fähigkeiten oftmals unterschätzt würden. „Der Typ ist für mich ein Weltstar. Ich finde ihn unfassbar gut“, erklärte er und fügte hinzu, dass Havertz in Deutschland „eigentlich noch gar nicht die Lobby, die er verdient“ habe.
Doch die Begeisterung wird von einer ernüchternden Realität gedämpft.

Sammer schlägt alarm: verletzungen bremsen havertz aus
Matthias Sammer, der als erfahrener Experte gilt, sieht die Sache pragmatischer. Er weist auf ein Problem hin, das die Leistung des Angreifers erheblich beeinträchtigen könnte: „Er hat ein Problem: zu viele Verletzungen. Das ist brutal.“ Die Zahl der verpassten Spiele ist alarmierend. In dieser Saison allein fielen Havertz bereits 35 von 58 Pflichtspielen aufgrund von Verletzungen aus. Die Frequenz der Ausfälle stellt für Sammer einen „limitierenden Faktor in der Beurteilung“ dar. Denn so gut ein Spieler auch sein mag, seine Konstanz leidet unter dem ständigen Ausfall.
Für das Rückspiel gegen Atlético Madrid kehrte Havertz nach einer Muskelverletzung in den Kader zurück, setzte sich jedoch nicht für einen Startelfplatz durch. Das Hinspiel in Madrid endete übrigens 1:1. Ob Havertz nun die Chance erhält, sich zu beweisen und seinen Wert für Arsenal unter Beweis zu stellen, bleibt abzuwarten.
Die Frage ist nicht, ob Havertz Potenzial hat, sondern ob er gesund genug ist, dieses voll auszuschöpfen. Denn die Karriere eines jeden Top-Athleten hängt oft am seidenen Faden der körperlichen Fitness.
