Havertz trifft spät: leverkusen verspielt sieg gegen arsenal
Die BayArena kochte, 30 000 zwangen Bayer Leverkusen mit lautem Trommeln Richtung Sieg – dann trat Kai Havertz auf den Plan. Der ehemalige Werkself-Liebling verwandelte in der 89. Minute den fälligen Elfmeter und raubte dem deutschen Vizemeister den 1:0-Auftaktsieg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League.
Andrich-kopfball zeigt arsenal die grenzen auf
Robert Andrich hatte die Londoner zuvor mit einer Traumecke blamiert. Der Kapitän stieg am ersten Pfosten hoch, köpfte Florian Wirtz' hereingehauchten Ball aus spitzem Winkel ins Netz – 1:0 nach 46 Minuten. Arsenal, die Standardkönige der Premier League, wirkten einen Moment lang desorientiert.
Die Werkself dominierte Phase um Phase, ließ den Ball laufen, schob Joker Patrik Schick noch vor der Pause. Aber Mikel Arteta antwortete mit Wechseln, brachte Havertz und Martin Ødegaard. Die Gäste drängten, fanden jedoch kein Durchkommen, bis Edmond Tapsoba in einer Grätsche Granit Xhaka umriss – VAR, Elfmeter, Havertz.

London verlangt im rückspiel die rechnung
Die Entscheidung fällt am kommenden Dienstag in der Emirates Arena. Wer dort besteht, trifft im Viertelfinale auf Sporting Lissabon oder FK Bodø/Glimt. Für Leverkusen bleibt die Erkenntnis: Sie können Arsenal ärgern, aber nur, wenn sie 90 statt 89 Minuten konzentriert bleiben.
Xabi Alonso wird seine Mannschaft warnt haben: Die Champions League verzeiht keine Sekunde Unachtsamkeit. Die Sekunde war die 89. – und sie trug den Namen Havertz.
