Havertz' erstaunliches geburtstagsgeschenk: drei esel und ein teamkamerad
Kai Havertz hat sich zum 18. Geburtstag nicht etwa einen Sportwagen oder eine Luxusuhr gewünscht – nein, der Nationalspieler wollte Esel. Drei Stück. Und einer von ihnen trägt den Namen seines Kumpels Antonio Rüdiger.
Warum das bemerkenswert ist? Weil es perfekt passt. „Esel sind sehr, sehr ruhige Tiere – so ein bisschen wie ich“, sagt Havertz im DFB-Camp in Herzogenaurach. Ein Satz, der mehr über ihn verrät als jede Pass-Statistik. Der Arsenal-Star ist nicht der Laute, nicht der Showman. Er ist der Typ, der in der Pause lieber mit Tieren kommuniziert als mit Mikrofonen.
Die liebe begann in der sandkiste
„Das hat schon in ganz jungem Alter angefangen, ich weiß auch nicht, warum“, erzählt er. Die Jungs aus dem Kader reiben sich verwundert die Augen. Esel? Wirklich? Aber Havertz zieht es durch. Die Tiere leben bei seinen Eltern in Deutschland, er sieht sie selten – aber wenn, dann ist es wie Therapie. „Wir haben mal eine Kindergartengruppe eingeladen, da kam der Esel, und die Kinder waren ganz, ganz ruhig.“
Ein Fußballprofi, der mit drei Hunden in England lebt und in Deutschland eine Eselfarm betreibt. Das ist keine PR-Story, das ist authentisch. Und es ist ein Statement. In einer Zeit, in der sich Influencer mit Trophäenhunden inszenieren, setzt Havertz auf Tierwohl statt auf Tier-Content.

Toni, der esel mit star-allüren
Der eine Esel, Toni genannt, hat nicht nur den Namen von Rüdiger geerbt – er hat auch dessen Temperament. „Der ist einfach immer da, wenn was los ist“, lacht Havertz. „Genau wie der echte Toni.“ Es ist diese Mischung aus Ironie und Zuneigung, die die Geschichte so unterhaltsam macht.
Dass Havertz nebenbei mit seiner Stiftung für Tierschutz wirbt, ist kein Add-on. Es ist Konsequenz. Wer Tiere nicht als Statussymbole, sondern als Wesen begreift, der handelt. Und wer sich selbst in einem Esel wiedererkennt, der hat verstanden, dass Ruhm vergänglich ist – Charakter aber bleibt.
Die nächste Generation von Fußballfans wird sich nicht nur an seine Tore erinnern. Sondern auch an den Profi, der drei Esel beschenkt bekam – und sich darüber mehr freute als über jeden Pokal. Das ist keine Randnotiz. Das ist ein Lebensentwurf. Und der hat mit Fußball nur am Rande zu tun.
