Havertz entscheidet: arsenal gewinnt in lissabon – aber der dämpfer folgt!

Lissabon bebte, als Kai Havertz in der Nachspielzeit das Viertelfinal-Hinspiel der Champions League für Arsenal sicherte. Ein 1:0-Sieg gegen Sporting, der aber alles andere als eine klare Angelegenheit war. Der deutsche Nationalstürmer, spät eingewechselt, bewies einmal mehr seine Nervenstärke – und ließ die Gunners dennoch nicht in Selbstgefälligkeit verfallen.

Die erleichterung nach dem schlusspfiff

Mikel Arteta, der Coach von Arsenal, lobte seinen Matchwinner Havertz überschwänglich: „Wenn man diese Phase der Saison erreicht hat, muss jeder seinen Beitrag leisten. Kai liebt solche entscheidenden Momente.“ Die Worte des Trainers unterstreichen die Bedeutung des späten Treffers, der Arsenal einen wichtigen Vorteil für das Rückspiel in London verschafft. Die Freude war auf dem Platz spürbar, doch Havertz selbst wirkte eher erleichtert als euphorisch. „Fußball ist für solche Momente gemacht“, so der 26-Jährige. „Ein spätes Tor ist immer toll.“

Vorsicht vor selbstüberschätzung: die aufgabe ist noch nicht erledigt

Vorsicht vor selbstüberschätzung: die aufgabe ist noch nicht erledigt

Doch Havertz mahnte zur Vorsicht. „Wir nehmen das Resultat mit. Aber wir haben in der kommenden Woche noch viel Arbeit vor uns.“ Seine Worte, gesprochen in einem leisen Ton, dämpften die anfängliche Begeisterung der mitgereisten Arsenal-Fans. Denn die Gunners wissen, dass der Einzug ins Halbfinale noch lange nicht sicher ist. Sporting Lissabon ist zuhause bekannt als unangenehmer Gegner und wird alles daran setzen, das Rückspiel am 15. April (21.00 Uhr/DAZN) zu einem Kraftakt für die Londoner zu machen.

Die Blamage gegen Southampton lastet noch schwer auf dem Team. Der 3:0-Kaden im FA Cup gegen den Zweitligisten wirkte wie ein Weckruf. „Definitiv eine große Wende für uns, denn wir haben die letzten beiden Spiele verloren. Wir halten zusammen“, betonte Havertz. Er selbst scheint allmählich wieder in Form zu kommen, nach den schwierigen Wochen und dem zahlreichen Verletzungspech. Die letzten sieben Wochen der Saison versprechen Spannung pur, denn Arsenal strebt nicht nur die Tabellenführung in der Premier League an, sondern auch den ersten Henkelpott der Vereinsgeschichte in der Königsklasse.

Die Gunners haben bewiesen, dass sie in der Lage sind, auch unter Druck zu bestehen. Aber die Reise ist noch nicht zu Ende. Mit Entschlossenheit und einer gehörigen Portion Demut werden sie versuchen, den Vorsprung aus Lissabon in London zu verteidigen. Denn eines ist klar: Sporting wird nicht kampflos aufgeben. Die Spannung steigt!