Hase/volodin: zusage für die zukunft?

Die Eissportwelt hält den Atem an: Gehen Minerva Hase und Nikita Volodin gemeinsam in die nächste Saison? Ihr Trainer Knut Schubert äußert sich im rbb|24-Interview offen und ehrlich über die Zukunft des Berliner Spitzenduos – und die unsichere Lage des Bundesstützpunkts.

Olympia-bronze und wm-gold: eine saison zum träumen

Die Saison 2026 war für Hase und Volodin schlichtweg herausragend. Von der Bronzemedaille bei den Olympischen Winterspielen in Peking bis hin zum WM-Gold in Prag – die Erfolge des Berliner Paares waren beeindruckend und ließen die deutsche Eiskunstlauf-Szene jubeln. Doch hinter der glänzenden Medaille verbirgt sich eine ungewisse Zukunft.

Trainer Knut Schubert, der seit Jahren mit Hase und Volodin zusammenarbeitet, spricht im rbb|24-Interview über die Entscheidung des Paares, ob sie den eingeschlagenen Weg fortsetzen wollen. „Wenn sie die Absicht haben, weiterzulaufen, stehe ich ihnen natürlich zur Verfügung – ebenso wie das gesamte Team“, so Schubert.

Stützpunkt in frage gestellt: ein unsicherheitsfaktor

Stützpunkt in frage gestellt: ein unsicherheitsfaktor

Doch die Entscheidung von Hase und Volodin hängt nicht nur von ihren persönlichen Ambitionen ab. Der Fortbestand des Berliner Bundesstützpunkts Eiskunstlauf steht auf dem Prüfstand, was zusätzliche Unsicherheit in den Prozess bringt. Schubert betont: „Es bringt auf alle Fälle Unruhe hinein. Es ist nicht gerade beruhigend zu wissen, dass der Bundesstützpunkt in Frage gestellt wird.“

Die Situation betrifft nicht nur Hase und Volodin, sondern auch andere talentierte Eiskunstläufer und Trainer, die am Stützpunkt tätig sind. Schubert äußert die Hoffnung, dass eine positive Entscheidung für den Stützpunkt getroffen wird, um weiterhin ein starkes Team zu bilden und erfolgreich in die nächsten Jahre zu gehen.

Mallorca-pause und zukunftspläne

Mallorca-pause und zukunftspläne

Aktuell genießt Schubert eine wohlverdiente Auszeit auf Mallorca, um neue Energie zu tanken. „Wenn ich auf das Meer blicke, will ich mich nicht unbedingt mit dem Eiskunstlaufen beschäftigen“, scherzt er. Doch die Gedanken an die Zukunft sind dennoch präsent. Schubert spricht offen über mögliche Szenarien und betont, dass er bereit wäre, Hase und Volodin weiterhin zu unterstützen, sollte das Paar den Wunsch äußern, gemeinsam weiterzulaufen.

Die Frage, ob Hase und Volodin im Winter 2030 in Nizza um weitere Medaillen kämpfen werden, lässt Schubert mit einem Augenzwinkern Revue passieren: „Nizza ist ein schöner Ort…“ Damit deutet er an, dass auch ein Start bei den Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich nicht ausgeschlossen ist – vorausgesetzt, alle Rahmenbedingungen stimmen.

Die nächsten Monate werden entscheidend sein, um Klarheit über die Zukunft von Hase und Volodin sowie den Berliner Stützpunkt zu gewinnen. Bis dahin bleibt die Eissportwelt gespannt, wie sich die Situation entwickelt.