Hantavirus-ausbruch: so ist das krankenhaus, das die reisenden aufnimmt

Die Nachrichten überschlagen sich: Das Kreuzfahrtschiff MV Hondius und ein Hantavirus-Ausbruch halten die Welt in Atem. Nun stehen die medizinischen Details im Fokus – besonders, wo die 14 betroffenen Spanier nach ihrer Ankunft in Teneriffa untergebracht werden.

Ein blick ins gómez ulla: mehr als nur ein krankenhaus

Ein blick ins gómez ulla: mehr als nur ein krankenhaus

Nach der Ankunft in Granadilla werden die Reisenden in die Luftwaffenbasis Torrejón de Ardoz verlegt und von dort aus in das Hospital Central de la Defensa Gómez Ulla-Centro Sanitario de Vida y Esperanza in Madrid gebracht. Doch was verbirgt sich hinter diesem Namen? Es handelt sich um eine 22-stöckige Klinik im Stadtteil Aluche, die primär der medizinischen Versorgung des Militärs dient, aber auch die umliegende Bevölkerung betreut. Verteidigungsministerin Margarita Robles spricht von einer „freiwilligen“ Quarantäne, betont aber das Vertrauen in den gesunden Menschenverstand der Reisenden.

Das Gómez Ulla ist nicht zum ersten Mal in einer solchen Situation gefordert. Bereits im Jahr 2020 wurden hier 21 spanische Staatsbürger, die aus Wuhan, dem Ursprungsort der COVID-19-Pandemie, repatriiert wurden, zwei Wochen lang untergebracht. Die Einrichtung verfügt über hochmoderne medizinische Abteilungen, darunter eine Telemedizin-Einheit und eine Abteilung für Tauch- und Höhenmedizin, die das Militär bei Unfällen unterstützt.

Doch der eigentliche Blickfang ist die 22. Etage, die Unidad de Aislamiento de Alto Nivel (UAAN) – eine hochmoderne Isolationseinheit. Bereits 2013 wurde das Krankenhaus auf den Fall von Zwischenfällen im Zusammenhang mit NRBQ-Agentien (nuclear, biological, radiological, chemical) vorbereitet. Seit 2015 existiert die NRBQ-Infektions-Einheit, die über eine UAAN mit sieben Betten und einem BSL-3-Labor verfügt. Diese Einrichtungsstandards ermöglichen die sichere Isolation von Patienten mit Verdacht oder bestätigter hochriskanter Infektionskrankheit (EIAR) und minimieren das Risiko einer Ansteckung von medizinischem Personal und der Bevölkerung.

Die Sicherheit steht an erster Stelle: Das Personal ist in strengen Protokollen geschult, von der korrekten Handhabung persönlicher Schutzausrüstung (PSA) bis hin zur Dekontamination von Personal und Material. Jeder Zugang und jede Bewegung wird protokolliert. Die Einrichtung ist somit bestens gerüstet, um die Betroffenen optimal zu versorgen und eine weitere Ausbreitungdes Hantavirus zu verhindern. Eine bemerkenswerte Vorbereitung, die angesichts globaler Gesundheitskrisen von immenser Bedeutung ist.