Kreuzfahrt-drama: hantavirus-fokus erreicht kanaren – suche nach infizierten läuft!

Ein Schatten liegt über der Ankunft des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius in den Kanarischen Inseln: Das Schiff, das seine Reise von Ushuaia aus begann, hat sich als Verbreitungsherd für Hantavirus erwiesen, ein potenziell tödliches Virus. Rund 150 Passagiere aus 23 Nationen sollen nun ihre Reise beenden, doch die Gesundheitskrise ist noch lange nicht vorüber.

Die suche geht weiter: wer hatte kontakt mit der infizierten?

Die suche geht weiter: wer hatte kontakt mit der infizierten?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine fieberhafte Suche nach Passagieren eingeleitet, die das Schiff vor dem Erreichen von Cabo Verde verlassen haben. Etwa 30 Personen stiegen bereits aus, bevor die Gefahr erkannt wurde. Die Zahl der potenziell gefährdeten Personen wird auf 69 geschätzt, darunter auch Kontaktpersonen der niederländischen Frau, die in Südafrika verstarb – ein tragischer Fall, der die Dimension der Krise verdeutlicht. Die WHO, die Niederlande und Südafrika arbeiten eng zusammen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Ein besorgniserregender Fund: Die Leiche eines Passagiers, der bereits an Bord verstorben war, befand sich unter den 30 Personen, die Santa Elena am 24. April verlassen haben. Oceanwide Expeditions, der niederländische Betreiber des MV Hondius, versucht nun, detaillierte Informationen über alle Passagiere und Besatzungsmitglieder zu sammeln, die seit dem 20. März an Bord waren. Die Liste der in Santa Elena ausgestiegenen Personen umfasst eine beeindruckende Vielfalt an Nationalitäten – von Großbritannien über die USA bis hin zu Neuseeland und Singapur.

In Deutschland befindet sich inzwischen ein Besatzungsmitglied im Krankenhaus Düsseldorf, das stabil ist und keine Symptome zeigt. „Es handelt sich um einen Kontakt, nicht um eine Patientin“, erklärte ein Sprecher des Krankenhauses. Die Situation in Südafrika sieht ähnlich aus: 42 der 69 potenziellen Kontaktpersonen wurden bereits identifiziert. Die WHO-Vertreterin vor Ort appelliert eindringlich an alle, die möglicherweise mit infizierten Personen in Kontakt standen, umgehend einen Arzt aufzusuchen.

Die Ereignisse rund um den MV Hondius werfen ein Schlaglicht auf die komplexen Herausforderungen der globalen Gesundheitsvorsorge und die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit, um die Ausbreitung gefährlicher Krankheiten zu verhindern. Die Ankunft in den Kanarischen Inseln markiert zwar das Ende der Reise, doch die Nachwirkungen werden noch lange spürbar sein.