Hansi Flick unzufrieden nach 3:3 gegen Brügge
Hansi flick unzufrieden nach 3:3 gegen brügge
Hansi Flick (60) war sichtlich unzufrieden. Das teilweise wilde 3:3 beim FC Brügge hatte dem Trainer des FC Barcelona Rätsel aufgegeben. Dreimal legte der Außenseiter aus Belgien vor, dreimal fand seine Mannschaft immerhin die richtige Antwort – um sich am Ende aber doch mit einem Unentschieden begnügen zu müssen.
Flick meinte nach der Partie: „Ich bin enttäuscht, das ganze Team ist enttäuscht. Wir haben uns hier mehr erwartet. Aber Brügge hat das sehr gut gemacht, sie haben gut verteidigt, sie haben sehr aggressiv gespielt, auf eine positive Art und Weise – so muss man in der Champions League spielen. Wir haben nicht so viel Druck gegen den Ball ausgeübt. Natürlich hatten wir viel Ballkontrolle, aber allein damit kann man keine Spiele gewinnen.“
Kritik an der spielweise der katalanen
Derweil wird die Kritik an der Spielweise der Katalanen in Spanien immer lauter. Hauptgrund: die Anfälligkeit der Barça-Defensive. Die Tageszeitung „as“ titelte von einer „Verteidigung aus Papier“ und schrieb: „Barça hat in 15 Pflichtspielen 20 Gegentore kassiert, die zweitschlechteste Bilanz des 21. Jahrhunderts. Flick kündigt an, dass er keinen Schritt zurückweichen wird, findet aber keine Antworten.“
Flick wehrt sich gegen kritik
Der deutsche Trainer hatte sich bereits kurz nach dem Abpfiff gegen entsprechende Kritik gewehrt, sagte: „Wir können darüber reden, alles Mögliche zu ändern – aber so ein Trainer bin ich nicht! Wir wollen mit der wahren Barça-DNA spielen. Ich will mich nicht hinten reinstellen und mit einem Konter 1:0 gewinnen. Ein 3:3 ist sicher nicht das ideale Ergebnis, aber wir sind nach jedem Gegentor wieder zurückgekommen.“
Defensivprobleme in der champions league
Hoffnungsmacher Trost für den deutschen Coach: In der Saison 2015/16 unter Enrique gewann Barça am Ende das Double. Allerdings wird auch Flick von der Anzahl der Gegentore genervt sein. In vier Spielen der Königsklasse gab es sieben Gegentore, Barça spielte noch kein einziges Mal zu Null. In 15 Pflichtspielen in der Champions League und in La Liga kassierten die Katalanen bereits 20 Treffer. Eine schlechtere Defensiv-Bilanz gab es im 21. Jahrhundert bisher nur in der Saison 2015/2026 unter dem damaligen Trainer Luis Enrique (23 Gegentore in 15 Pflichtspielen). „Barça hinterließ in so vielen Spielen in dieser Saison einen besorgniserregenden Eindruck von Unsicherheit“, schreibt die „as“ über die Katalanen. Und über Flick: „Es wird langsam Zeit, dass er einen Plan zur Schadensbegrenzung vorlegt, um weiterhin glaubwürdig zu bleiben.“
Flick bleibt optimistisch
Hansi Flick bleibt trotz der Kritik optimistisch und will weiterhin mit der wahren Barça-DNA spielen. Er ist sich bewusst, dass die Defensive verbessert werden muss, um in der Champions League erfolgreich zu sein. Die Kritik an seiner Spielweise wird jedoch nicht dazu führen, dass er seine Strategie ändert.
Zusammenfassung
Hansi Flick war nach dem 3:3 gegen Brügge unzufrieden. Die Kritik an der defensiven Schwäche der Katalanen wird immer lauter. Flick wehrt sich gegen die Kritik und bleibt optimistisch, die Defensive zu verbessern. Die Saison 2015/16 unter Enrique zeigt, dass Barça auch mit defensiven Problemen erfolgreich sein kann.