Hansa rostock wirft mizuno raus – reebok übernimmt komplett-outfit

Mizuno ist raus, Reebok ist drin – und Hansa Rostock macht sich für die Saison 2026/27 komplett neu. Nach drei Jahren mit dem japanischen Hersteller trennt sich der Drittligist und heuert mit dem US-Kultlabel einen Neuling im deutschen Profifußball an.

Die Meldung kam am Donnerstagabend wie ein Schlag aus dem Nichts: „Nach drei erfolgreichen Jahren gehen getrennte Wege“, hieß es lapidar in der offiziellen Mitteilung. Was niemand erwartete: Der neue Partner ist Reebok – eine Marke, die in der Bundesliga seit Jahren nur noch auf den Straßen und in den Fitnessstudios zu sehen ist, nicht aber auf den Rasen.

Ronald maul: „reebok hat sich bewusst für hansa entschieden – und wir uns genauso klar für reebok“

Ronald maul: „reebok hat sich bewusst für hansa entschieden – und wir uns genauso klar für reebok“

Ronald Maul, Vorstandsvorsitzender des FC Hansa Rostock, spricht von einem „starken Zeichen“. Reebok liefere nicht nur die Profis, sondern komplettiert alle 32 Teams des Vereins – vom Nachwuchs bis zur Frauenmannschaft. Die Designs sollen individuell gestaltbar sein, die Lieferzeiten kürzer, das Preis-Leistungs-Verhältnis besser. Einziger Haken: Die Fans müssen sich gedulden. Erst in 14 Monaten flattert die neue Ware in den Fanshop.

Die Zahlen bleiben geheim, doch Insider vermuten, dass Hansa einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht hat. Mizuno zahlte zuletzt rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr – bei Reebok soll der Deal nach Informationen von TSV Pelkum Sportwelt deutlich höher liegen. Zudem sichert sich der Verein einen Anteil am Retailumsatz, ein Modell, das Mizuno nie offen legte.

Kurzfristig steht für die Kogge aber erst einmal der Saisonendspurt an. Platz drei ist nach der Länderspielpause noch drin, der Aufstieg in die 2. Bundesliga möglich. Die Spieler laufen also bis Mai noch in Mizuno auf – danach beginnt die Ära Reebok. Ob die neuen Trikots dann zweit- oder drittklassig sind, entscheidet sich auf dem Platz, nicht im Verkaufsraum.