Hannover bangt um champions league: fehlende konstanz droht traum zu platzen

TSV Hannover-Burgdorf steuert unbeirrt auf eine Ergebniskrise zu, die trotz vereinzelter Lichtblicke den Aufstieg in die Champions League ernsthaft gefährden könnte. Joel Birlehm, der in der Partie gegen Flensburg-Handewitt mit 15 Paraden herausragte, drückt die Besorgnis des Teams aus: „Jetzt müsste es einfach dran sein, dass wir in Eisenach gewinnen.“

Die bittere realität: endspiele im abstiegskampf

Die bittere realität: endspiele im abstiegskampf

Die 32:35-Niederlage gegen die Handball-Elite aus dem Norden verdeutlicht die prekäre Situation. Johannes Golla, Nationalspieler und Rückhalt der Mannschaft, beschreibt die Lage ungeschminkt: „Es ist jedes Spiel für uns ein Endspiel aktuell.“ Die Finalrunde in der European League und die Bundesliga verschmelzen zu einem nervenaufreibenden Kampf, in dem ein verpatztes Spiel den Traum von der Königsklasse im Handumdrehen zerstören kann. Die Wahrnehmung, gegen den Abstieg zu kämpfen, ist keine Übertreibung, sondern das Resultat eines unbeständigen Saisonverlaufs.

Die Ursache für diese Achterbahnfahrt liegt, laut Golla, in der Inkonstanz des Teams, insbesondere in Spielen gegen vermeintlich schwächere Gegner: „In Spielen, die wir gewinnen müssen, vor allem zu Hause, gegen Mannschaften, die tatsächlich gegen den Abstieg spielen, müssen wir über 50 Minuten kämpfen.“ Das Nordderby gegen Magdeburg bot zwar über weite Strecken eine ansprechende Leistung, doch der fehlende Durchblick in entscheidenden Momenten kostete letztlich die Punkte. Die Konsequenz: Jeder Fehltritt wird nun zum Luxusproblem.

Birlehm analysiert die Partie gegen Flensburg nüchtern: „In der ersten Halbzeit waren wir relativ schnell im Rückstand, haben das viel schlechter gemacht als in der zweiten Halbzeit.“ Trotz einer kämpferisch starken Leistung und einer beeindruckenden Paradequote des Schlussmanns reichte es am Ende nicht. Die Frage, ob die Leistung ein Schritt nach vorne war, beantwortet der Torwart pragmatisch: „Gegen Magdeburg haben wir auch ein super Spiel über 50 Minuten gemacht. Die Scheiße ist, wir können uns davon nichts kaufen.“

Die Verantwortlichen in Flensburg müssen sich inzwischen andere Sorgen machen, denn die Hannoveraner zeigen zwar immer wieder Ansätze von Stärke, doch die fehlende Konstanz und die Nervosität in wichtigen Spielen lassen den Traum von der Champions League immer weiter schrumpfen. Die kommenden Partien werden zeigen, ob das Team von TSV Hannover-Burgdorf die Kurve noch kriegen kann oder ob der Abstiegskampf Realität wird – und mit ihm der Abschied von der europäischen Handball-Spitze.