Hannover 96 schockt karlsruhe in der nachspielzeit und klettert auf den relegationsplatz
Hannover 96 hat die Zweite Liga wieder im Würgegriff. In Karlsruhe rissen die Roten drei Punkte mit dem Rückwärtsgang heraus, obwohl sie zwischen der 45. und 80. Minute nur noch ein einziges Mal ins Schwarze trafen: Daisuke Yokota verwandelte den Foulelfmeter in der 98. Minute und schleuderte den Club auf Rang drei.
Die Gäste begannen mit dem Selbstvertrauen eines Teams, das seit fünf Partien ungeschlagen ist. Mustapha Bundu schob nach 16 Minuten das erste Kunststück ein. Die Führung war nicht hochverdient, aber sie war effizient. Karlsruhe antwortete mit lautem Nichtstun, bis Fabian Schleusener kurz vor dem Pausenpfiff den Ball über die Linie stocherte.

Strukturverlust und späte erlösung
Der Ausgleich zog Hannover die Schuhe aus. Plötzlich lief alles eine Sekunde zu spät, die Räume waren zu klein, die Pässe zu ungenau. Christian Titz schrie sich heiser, aber die Maschine blieb im Leerlauf. Erst als Kolja Oudenne in der 81. Minute einen Konter über die linke Außenbahn zog und trocken ins lange Eck traf, kehrte die Ordnung zurück.
Die Schlussphase gehörte dem VAR. Bernat foulte Chakroun, der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt, Yokota schob cool ein. Die Karlsruher Fans verließen den Block, die Hannoveraner sangen sich heiser. Mit 46 Auswärtspunkten ist 96 nun die beste Fremdmannschaft der Liga – und ein Stück näher an der Bundesliga.
