Handball-zoff eskaliert: löwen und hüttenberg klagen vor dhb!

Die Handball-Bundesliga (HBL) und der Deutsche Handballbund (DHB) stehen im Clinch – und das geht gleich vor Gericht. Nach strittigen Urteilen des Bundessportgerichts, die Punkteabzüge für Rhein-Neckar Löwen und TV Hüttenberg zur Folge hatten, wird der Fall nun vom DHB-Bundesgericht neu verhandelt. Ein Anti-Doping-Schiedsverfahren, das schief lief, sorgt für heftige Wellen im deutschen Handball.

Der knackpunkt: unterschriften-chaos

Der Auslöser für diesen Eklat sind fehlende Unterschriften unter Anti-Doping-Schiedsvereinbarungen. Im Nachgang zu zwei Bundesliga-Spielen – dem 32:30-Sieg der Rhein-Neckar Löwen gegen TBV Lemgo Lippe und dem 37:34-Erfolg des TV Hüttenberg gegen TuSEM Essen – stellte die HBL fest, dass die notwendigen Unterschriften der Spieler fehlten. Konsequenz: Die Spiele wurden zunächst als Niederlagen umgewertet.

Doch die betroffenen Vereine wehrten sich: Die Rhein-Neckar Löwen und der TV Hüttenberg legten Einspruch ein. Das Bundessportgericht gab beiden Klagen statt, was die HBL nun dazu veranlasste, Revision beim DHB-Bundesgericht einzulegen. Das Urteil dieses Gerichts ist endgültig und bindeend.

Hbl setzt auf konsequente umsetzung

Hbl setzt auf konsequente umsetzung

Die HBL betont in einer offiziellen Stellungnahme, dass die Verpflichtung, unterschriebene Anti-Doping-Schiedsvereinbarungen vorzulegen, weiterhin strikt einzuhalten sei. „Die HBL GmbH und die zuständigen Gremien werden sich für den Fortbestand und den Schutz dieser Verpflichtung und einer rechtssicheren Verankerung im Regelwerk einsetzen“, so die Liga. Es geht darum, die Integrität des Sports zu wahren und sicherzustellen, dass alle Spieler die Regeln kennen und einhalten.

Die Entscheidung des DHB-Bundesgerichts wird mit Spannung erwartet. Denn es geht nicht nur um die Punktevergabe in den betroffenen Spielen, sondern auch um eine grundsätzliche Frage: Wie konsequent müssen Anti-Doping-Maßnahmen im Profisport sein? Die Szene rätselt, ob dies nur die Spitze des Eisbergs ist und ob weitere Vereine in Zukunft betroffen sein könnten. Die nächste Woche wird entscheidend.