Handball-wm 2027: machtspiel hinter den kulissen!

München – Die Handball-Fans können sich freuen: Deutschland richtet 2027 die Heim-WM aus. Die Auslosung in München deutet auf eine spannende Vorrunde hin, doch im Hintergrund brodelt es. Der Abgang des IHF-Präsidenten Hassan Moustafa von der Auslosung wirft lange Schatten und deutet auf einen tiefsitzenden Konflikt hin.

Ein machtvakuum im welthandball?

Dass Hassan Moustafa, der mächtigste Mann des Welthandballs, der Auslosung fehle, ist kaum zu fassen – vergleichbar mit dem Szenario, wenn Fifa-Boss Gianni Infantino einem WM-Turnier fernbleiben würde. Offiziell wurden die Gründe mit anderweitigen Terminen erklärt. Doch beim Deutschen Handballbund (DHB) kursieren seit Monaten Gerüchte über eine angespannte Beziehung zum IHF-Boss. Nach Informationen von SPORTBILD gilt es als offenes Geheimnis, dass der Ägypter noch immer verärgert ist.

Der Auslöser für diese Verstimmung liegt in der Präsidentschaftswahl der IHF im Dezember 2025. Der DHB unterstützte damals einen Gegenkandidaten gegen Moustafa. Dieser gewann die Wahl zwar deutlich, doch der Ärger scheint nicht vergessen. Die Frage ist: Wie wird sich das auf die Vorbereitungen und den Verlauf der WM 2027 auswirken?

Bob hanning als brückenbauer

Bob hanning als brückenbauer

Um die Situation zu entschärfen, schaltet sich nun Bob Hanning ein, ein Mann, der beide Seiten kennt wie kaum ein anderer. Der Füchse-Boss und Italiens Nationaltrainer hat in seiner Karriere zahlreiche Gespräche mit Moustafa geführt. Er räumt ein, dass die Vergangenheit noch nicht vollständig aufgearbeitet ist. „Ich glaube, dass da immer noch eine Verärgerung eine Rolle spielt“, so Hanning gegenüber Sport BILD.

Hanning plädiert für Verständnis für den umstrittenen IHF-Präsidenten und erinnert daran, dass Deutschland in den vergangenen Jahren enorm von seiner guten Beziehung zu Moustafa profitiert habe. Die WM 2027 in Deutschland zeige die Bedeutung des deutschen Marktes im Welthandball. „Dass er verärgert ist bei dem, was er für uns getan hat, das kann ich sehr nachvollziehen.“

Diplomatie statt konfrontation

Diplomatie statt konfrontation

Hanning mahnt zudem zu einem differenzierten Umgang mit internationalen Funktionären: „Wir müssen auch mal akzeptieren, dass Deutschland mit den Werten, die wir vorgeben, nicht der Nabel der Welt ist.“ Seine Rolle ist klar: Er will als Vermittler fungieren und die beiden Parteien wieder zusammenführen. „Ich werde alles versuchen, beiden die Hand zu reichen und zu versuchen, sie noch mal zusammenzubringen.“

Ob Hanning seine Mission erfolgreich abschließen kann, bleibt abzuwarten. Bis zum Start der Heim-WM am 13. Januar 2027 in München muss der Streit beigelegt werden. Denn eines ist klar: Der Welthandball braucht Einheit, nicht Zankapfel. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um den Frieden zwischen Deutschland und dem IHF-Boss zu sichern.