Handball-wm 2027: deutschland kämpft ab januar um den titel

Der Countdown läuft. Ab dem 13. Januar 2027 verwandelt sich Deutschland in das Epizentrum des Welthandballs – und wer glaubt, das Turnier fange gemächlich an, irrt gewaltig. Bereits am Eröffnungstag greift die DHB-Auswahl im Münchener SAP Garden ins Geschehen ein, während in Stuttgart zeitgleich Gruppe B ihre ersten Bälle fliegen lässt. Kein Aufwärmen, kein Abtasten. Sofort Vollgas.

München als ausgangspunkt – und dann kommt köln

Das DHB-Team bestreitet seine drei Vorrundenpartien am 13., 15. und 17. Januar in der bayerischen Landeshauptstadt. Die Gegner stehen nach der Auslosung fest, doch die Prognose ist klar: Gegen die absoluten Weltklasse-Teams wird Deutschland in dieser Phase aller Voraussicht nach nicht antreten müssen. Die echten Bewährungsproben warten woanders.

Denn wer die Vorrunde übersteht – konkret: wer unter den drei Besten seiner Gruppe landet – zieht weiter nach Köln. In der Lanxess Arena beginnt dann ab dem 20. Januar die Hauptrunde. Drei Spiele, drei Chancen, drei Termine: 20., 22. und 24. Januar. Parallel dazu kämpfen die Teams aus Kiel und Magdeburg in der ZAG Arena Hannover um den Einzug ins Viertelfinale. Zwei Turniere in einem, quasi.

Das viertelfinale und ein detail, das viele übersehen

Das viertelfinale und ein detail, das viele übersehen

Deutschland würde sein erstes K.o.-Spiel bereits am 26. Januar absolvieren – einen Tag bevor die letzten Viertelfinal-Duelle in Köln über die Bühne gehen. Wer dann noch dabei ist, kämpft am 29. Januar in den Halbfinals um den Finaleinzug.

Aber hier steckt ein Punkt, der bei der WM 2025 noch anders geregelt war: Die Plätze 5 bis 8 werden diesmal ebenfalls ausgespielt. Der Grund ist handfest – die Olympia-Qualifikation hängt daran. Wer also im Viertelfinale scheitert, ist noch längst nicht fertig. Das Finale und das Spiel um Platz 3 steigen am 31. Januar, beide in Köln. Insgesamt finden in der Domstadt 30 WM-Spiele statt.

32 Teams, acht gruppen, sechs städte – und ein ticketansturm

Das Turnier umfasst 32 Mannschaften in acht Vorrundengruppen. Gespielt wird in München, Stuttgart, Kiel, Magdeburg, Hannover und Köln. Jeder der vier Vorrunden-Standorte trägt zwei Gruppen aus, die täglich im Wechsel spielen – bis zum 19. Januar.

Der allgemeine Vorverkauf startete bereits am 15. Dezember 2025. Obwohl zu diesem Zeitpunkt weder der vollständige Spielplan noch alle Teilnehmer feststanden, war der Run auf Deutschland-Tickets enorm. Die Verkaufszahlen schossen sofort nach oben – ein Zeichen dafür, wie hungrig das Publikum auf dieses Heimturnier wartet.

Für die Teams, die in der Hauptrunde auf den Plätzen 3 bis 6 landen, ist das Turnier dagegen vorzeitig vorbei. Kein Trostpflaster, keine zweite Chance. Wer in der Hauptrunde nicht liefert, fährt früh nach Hause. So einfach, so brutal ist der Modus.

Den President's Cup – für die Vorrunden-Vierten – richtet Magdeburg aus, vom 20. bis zum 27. Januar. Sechs Tage, jeweils zwei Partien pro Tag. Auch das hat seinen Reiz, auch wenn die großen Scheinwerfer woanders leuchten.

Deutschland hat 2007 zuletzt auf eigenem Boden eine Handball-WM gewonnen. Das war vor zwei Jahrzehnten. 2027 bekommt die Nation eine neue Chance – und die Lanxess Arena wartet bereits.