Handball-talent tucholke: verletzung stoppt nationalmannschafts-traum
Ein bitterer Rückschlag für Marlene Tucholke: Nur wenige Tage nach ihrer ersten Nominierung für die A-Nationalmannschaft muss die 18-jährige Rückraumspielerin des HC Leipzig verletzen. Der Traum vom Debüt im DFB-Dress platzte – eine Sprunggelenksverletzung setzt sie kurzfristig außer Gefecht. Doch die junge Sportlerin beweist Kampfgeist und hält unbeirrt an ihren ambitionierten Zielen fest.
Leipzigs aufstiegsjagd und der lockruf der nationalmannschaft
Marlene Tucholke hat sich in der laufenden Saison mit dem HC Leipzig in den Fokus gespielt. Mit beeindruckenden Leistungen trägt sie maßgeblich zur Tabellenführung in der 2. Bundesliga bei – 41 Punkte aus 15 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Der Vorsprung auf die Verfolger, darunter die starken Füchse Berlin, beträgt komfortable drei Zähler. Kürzlich sicherte sich Leipzig das Derby gegen den HC Rödertal mit 30:28, ein hart erkämpfter Sieg, den Tucholke aufgrund ihrer Verletzung nur von der Seitenlinie aus miterleben konnte.
Doch der Erfolg mit dem Verein ist nicht der einzige Grund für die aktuelle Situation. Die Nominierung durch Bundestrainer Markus Gaugisch war die Krönung ihrer bisherigen Karriere. „Ganz klassisch durch einen Anruf“ erfuhr Tucholke von der Ehre, zu den besten Handballerinnen Deutschlands zu gehören. Ein Gefühl, das sie, wie sie zugab, zunächst „wahnsinnig gefreut“ hat. Der Traum vom EM-Qualifikationsspiel im April zerplatzte jedoch im Handumdrehen.

„Es tut natürlich weh“ – trotzdem voller zuversicht
Die Freude über die Nationalmannschafts-Nominierung währte nur kurz. „Es war wahnsinnig emotional und hat unglaublich viel Spaß gemacht, das Derby zu sehen. Aber es tut natürlich weh, von außen zuzuschauen“, gestand Tucholke, die die Strapazen der Verletzung offen thematisierte. Trotzdem blickt sie optimistisch in die Zukunft und unterstützt ihre Mannschaftskolleginnen weiterhin von der Bank aus. „Ich bin zuversichtlich, feuere die Mädels von draußen an und gebe alles.“

Mehr als nur ein erster schritt: tucholkes große ziele
Für Marlene Tucholke ist die Nationalmannschafts-Nominierung lediglich ein erster Schritt auf ihrem Weg zum Erfolg. Mit Blick auf die kommende Saison und die U20-Weltmeisterschaft formuliert sie ambitionierte Ziele: „Das klare Ziel ist auf jeden Fall der Aufstieg mit Leipzig. Außerdem möchte ich im Sommer eine richtig gute Weltmeisterschaft mit der U20 spielen.“ Ihr großes Vorbild ist die dreifache Handball-Weltspielerin Henny Reistad – „eine kleine Henny Reistad zu sein“, ist ihr erklärtes Ziel. Tucholke träumt von der Champions League und davon, Handball zu ihrem Beruf zu machen. Eine ehrgeizige Vision, die mit Fleiß, Talent und einer gehörigen Portion Kampfgeist zu verwirklichen sein wird.
Die Verletzung mag den Traum vom Nationalmannschaftsdebüt vorerst zunichte machen, doch sie wird den Willen von Marlene Tucholke nicht brechen. Im Gegenteil: Sie wird sie nur noch weiter anspornen, ihre Ziele zu verfolgen und sich für ihren Platz im DFB-Team zu qualifizieren. Die Handball-Szene darf sich auf das junge Talent freuen – sie ist erst am Anfang ihrer beeindruckenden Karriere.
