Handball-skandal in kassel: dhb gesteht schiedsrichter-fehler!

Ein haarsträubender Fehlentscheidung in der Rothenbachhalle von Kassel sorgt für Beben in der Daikin Handball-Bundesliga. Der amtierende Meister MT Melsungen verlor durch einen unrechtmäßigen Toraberkennung gegen GWD Minden wertvollen Anrechnungsboden – und der Deutsche Handballbund (DHB) muss nun öffentlich einen Fehler der Schiedsrichter eingestehen.

Die falschen bilder führten zur fehlentscheidung

Der Vorfall ereignete sich während der Partie MT Melsungen gegen GWD Minden. Ein vermeintliches Tor der Gäste wurde nach Videobeweis aberkannt. Der DHB räumte nun ein, dass das Schiedsrichter-Gespann Frederic Linker und Sascha Schmidt die falsche Perspektive wählte. Anstatt die Kameras zu nutzen, die direkt über dem Tor platziert sind, wurde die seitliche Torlinienkamera verwendet – ein Blickwinkel, der die Situation verzerrte. „Der Blickwinkel der seitlichen Torlinien-Kamera war so ungünstig, dass die Schiedsrichter den falschen Eindruck hatten, der Ball sei ans Außennetz gegangen“, so die offizielle Stellungnahme des Verbands auf dhb.de.

Ein Detail, das über den Ausgang entscheiden kann: Der DHB betont in seiner Erklärung, dass die Schiedsrichter den Videobeweis nutzten, weil der Ball „nicht im Tor liegen blieb“. Doch TV-Aufnahmen des Streaming-Dienstes Dyn zeigen, dass das Schiedsrichter-Duo erst auf den Hinweis von Melsungens Spielmacher Erik Balenciaga reagierte, der auf dem Spielfeld feststellte, dass der Ball zunächst hinter, dann neben dem Tor lag. Erst dann unterbrachen die Unparteiischen das Spiel und verfielen in den amateurhaften Videobeweis.

Die Mindener, die sich bereits ausführlich zu der Angelegenheit geäußert haben, werden den Vorgang bis spätestens Montagabend offiziell beim DHB anfechten. Die Erfolgsaussichten sind allerdings, gelinde gesagt, mau. Sport BILD berichtet, dass eine Korrektur der Spielwertung äußerst unwahrscheinlich ist. Ein fragwürdiger Moment, der die Integrität der Liga in Frage stellt und die Frage aufwirft, wie sorgfältig die Schiedsrichter in der Bundesliga wirklich arbeiten.

Die folgen des fehlers

Die folgen des fehlers

Dieser Schiedsrichter-Fehler wirft ein schlechtes Licht auf den DHB und seine Schiedsrichterausbildung. Es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen der Vorfall haben wird und ob der DHB Maßnahmen ergreift, um ähnliche Fehlentscheidungen in Zukunft zu verhindern. Die Fans sind enttäuscht, die Spieler verärgert – und die Handball-Bundesliga steht vor einer Zerreißprobe.