Handball-sensation: suljakovic – vom fußballplatz ins tor!
Anadin Suljakovic, der Torwart der HSG Wetzlar, hat eine Karriere hinter sich, die so ungewöhnlich ist wie faszinierend. Der bosnisch-katarische Nationalspieler wechselt im Sommer zum SC DHfK Leipzig, doch bevor er ein neues Kapitel aufschlägt, packt er in einem exklusiven Interview aus – und enthüllt, wie er vom Fußball über die Abneigung gegen das Tor zum Bundesliga-Top-Keeper wurde.
Ein ungewöhnlicher start in die handball-karriere
Während die meisten Handballer schon als Kinder den Ball in der Hand halten, träumte Suljakovic von ganz anderen Dingen. „Ich wollte nie Handball spielen. Wie jedes andere Kind habe ich die ganze Zeit Fußball auf der Straße gespielt“, gesteht der 27-Jährige im HSG-Podcast „61. Minute“. Der Wechsel mit zwölf Jahren zum Handball verlief alles andere als reibungslos. Zunächst lehnte er das Tor ab: „Ich hatte keinen Bock aufs Tor, weil ich gesehen habe, dass das wehtut.“
Doch auch als Feldspieler fand Suljakovic nicht sein Glück. Das ständige Laufen und die komplexen Abläufe waren nicht sein Ding. „Ich hatte keinen Bock auf Laufen, ich hatte keinen Bock auf diese Abläufe“, so Suljakovic. Der Blick auf die Torhüter im Training veränderte alles. „Die machen gar nichts und wir laufen wie verrückt“, dachte sich der junge Spieler – und entschied sich für den Wechsel ins Tor. Eine Entscheidung, die sein Leben verändern sollte.

Von bosnien nach katar und zurück
Die Entscheidung für das Tor war der Wendepunkt. Seitdem hat Suljakovic eine beeindruckende Karriere hingelegt. 169 Bundesliga-Spiele hat der gebürtige Bosnier für die HSG Wetzlar absolviert. Sein Weg führte ihn jedoch auch über den Atlantik. Mit nur 17 Jahren verließ er sein Heimatland und schloss sich dem al-Sadd Sports Club in Katar an. Dort erwarb er zusätzlich die katarische Staatsbürgerschaft und sammelte wertvolle Erfahrungen. Für die katarische Nationalmannschaft bestritt er 49 Länderspiele, nahm an drei Weltmeisterschaften teil und wurde sogar zweimal Asien-Meister.
Aktuell kämpft Suljakovic mit Wetzlar gegen den Abstieg. Zwei Spieltage vor Saisonende trennen die Hessen lediglich zwei Zähler vom rettenden Ufer. Doch unabhängig vom Ausgang dieser Saison steht fest: Suljakovic wird die HSG Wetzlar verlassen und seine Reise beim SC DHfK Leipzig fortsetzen. Ein Wechsel, der für beide Seiten eine spannende neue Herausforderung verspricht.
Die Geschichte von Anadin Suljakovic ist ein Beweis dafür, dass der Weg zum Erfolg oft unerwartet und steinig ist. Ein Weg, der ihn vom Fußballplatz über die Abneigung gegen das Tor hin zu einer erfolgreichen Karriere als Bundesliga-Torwart geführt hat. Und wer weiß, welche Kapitel er in Leipzig noch schreiben wird.
