Handball-schock: magdeburg verpasst champions-league-finale!
Ein bitterer Abend für die Fans von SC Magdeburg: Im Halbfinale der Champions League gegen die Füchse Berlin ist für den Titelverteidiger die Revanche gegen Barcelona und damit der erneute Triumph in der Königsklasse geplatzt. Trainer Bennet Wiegert fand nach dem 35:40-Debakel kaum tröstende Worte.

Die enttäuschung ist greifbar
“Die richtigen Worte gibt es jetzt einfach nicht”, gestand Wiegert sichtlich erschüttert nach dem Spiel. Mehr als Frust, sondern tiefe Enttäuschung lastet auf dem Team. Die Magdeburger hatten kurz vor Schluss, beim Stand von 33:33, ein spannendes Finish erahnen lassen, doch dann verloren sie den Faden. Ein 0:5-Lauf in den entscheidenden Minuten besiegelte das Aus.
“Es sind dann die Kleinigkeiten, die über den Ausgang entscheiden”, so Wiegert, der sich als Coach nicht für plakative Aussagen erwärmen kann. Er hofft, dass dieser Schmerz das Team stärker macht. “Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass es Schmerz braucht, um Widerstandsfähigkeit zu bekommen.” Ein Trost ist das aber im Moment kaum.
Für den Nationalspieler Juri Knorr, der im Halbfinale mit 11 Toren zwar überzeugte, aber dennoch die bittere Niederlage nicht vergessen konnte, bleibt vorerst nur die Aussicht auf das kleine Finale gegen Aalborg HB am Sonntag. “Ich bin stolz, hier dabei zu sein, aber jetzt gerade ist es einfach ein blödes Gefühl”, gab er zu. Die Hoffnung auf die Heim-WM in Köln im Januar schiebt er vor sich fort: “Ich hoffe, dass ich dabei sein kann.”
Die Berliner Füchse hingegen stürmen mit breitem Grinsen ins Finale und demonstrieren, dass ihnen der Triumph in der Champions League noch lange nicht egal ist. Die Meisterschaft in der Bundesliga bleibt für die Magdeburger die einzige Chance auf einen Titel in dieser Saison. Doch wer weiß, vielleicht ist der Schmerz der heutigen Niederlage der Nährboden für eine neue, noch stärkere Magdeburger Mannschaft.
