Handball-schock: deutschland verliert erneut gegen dänemark – zehn jahre ohne sieg!

Ein bitterer Sonntag für den deutschen Handball: Die Nationalmannschaft unterlag erneut Dänemark, dem elften Misserfolg in Folge. Die Suche nach einem Sieg gegen die skandinavischen Giganten geht damit schon seit unglaublichen zehn Jahren weiter – eine Demütigung für den vermeintlich ambitionierten Sport.

Auch die stars der champions league scheitern

Auch die stars der champions league scheitern

Was die Niederlage (29:31) in Köln besonders schmerzhaft macht: Selbst Dänemarks Trainer Nikolaj Jacobsen hatte seine Stammkräfte wie Mathias Gidsel, Magnus Saugstrup, Mads Hoxer und Thomas Arnoldsen geschont. Die „B-Mannschaft“ der Dänen, so scheint es, ist dem deutschen Team schlichtweg überlegen. Die Tatsache, dass Jacobsen im weiteren Spielverlauf regelmäßig auf seine Reservisten setzte, verdeutlicht den Qualitätsunterschied nur noch deutlicher. Kaum waren Pytlick und Nielsen im Tor wieder im Einsatz, zogen sich die Dänen erneut davon.

Bundestrainer Alfred Gislason wirkte nach dem Spiel bedrückt: „Dänemark ist wahrscheinlich immer noch die zweitbeste Mannschaft der Welt, selbst wenn einige Leistungsträger fehlen. Gegen ein solches Team musst du schon außergewöhnlich gut spielen, um zu gewinnen. Das ist uns nicht gelungen.“ Die Analyse von Juri Knorr, dem Spielmacher der deutschen Mannschaft, traf ins Schwarze: „Wir haben jetzt zweimal Silber gewonnen. Wir gehören zwar zu den Medaillenkandidaten, aber es wäre vermessen, von einem Titel zu träumen, wenn wir gegen Dänemark, selbst gegen die vermeintliche B-Mannschaft, verlieren.“

Die selbstverschuldete Misere

Marco Grgic, der junge Hoffnungsträger im Team, brachte es auf den Punkt: „Auch wenn wir gegen die B-Mannschaft verloren haben, müssen wir uns eingestehen, dass dieses Team durchaus das Potenzial hat, Titel zu gewinnen.“ Das größte Problem liegt im deutschen Spiel immer wieder in den vermeidbaren Ballverlusten. Gislason betonte: „Wir hatten in beiden Spielen das gleiche Problem: die technischen Fehler. Zwar waren es diesmal weniger als in Dänemark, aber diese Fehler kosten uns extrem viel.“ Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton ergänzte: „Die Lehre daraus ist klar: Einfache Fehler werden gegen diese Mannschaft brutal bestraft.“

Acht Monate vor dem Start der Heim-WM in Köln, wo die Fans noch euphorisch von einem möglichen Titel träumen, hinterlässt die Niederlage ein Gefühl der Ernüchterung. Die Lücke zu Dänemark scheint sich nicht zu verkleinern. Die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung sind begrenzt: Die WM-Gruppen werden erst am 10. Juni in München ausgelost, das nächste Länderspiel gegen Belgien findet erst am 5. November statt.

Gislason versuchte, Mut zu machen: „Wir haben in beiden Spielen auch das Sieben-gegen-Sechs trainiert, was wir bislang kaum gespielt haben. Es gab auch gute Dinge. Im Angriff und in der Abwehr hatten wir gute Phasen, aber eben nicht konstant genug. Gegen viele Mannschaften der Welt kannst du dir das erlauben – gegen Dänemark nicht.“

Die Wahrheit ist unschön: Deutschland muss sich fragen, wie es ist, dass eine vermeintlich zweitbeste Mannschaft der Welt, ohne ihre Stars, den deutschen Handball so mühelos dominiert. Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Es braucht jetzt Taten, um die deutsche Handball-Nationalmannschaft wieder in die Erfolgsspur zu bringen – bevor die Heim-WM in Köln zu einem weiteren Debakel wird.