Handball-poker: melsung verliert arnarsson an flensburg!
Ein überraschender Wechsel erschüttert die Handball-Bundesliga: Arnar Arnarsson, Leistungsträger der MT Melsungen, wird zur kommenden Saison bei der SG Flensburg-Handewitt spielen. Der isländische Kreisläufer verlässt damit die Hessen nach sechs Jahren und verstärkt das Team an der Förde. Ein Transfer, der für beide Seiten neue Möglichkeiten eröffnet, aber auch Fragen aufwirft.

Die suche nach golla-ersatz: flensburg greift in melsungen an
Die SG Flensburg-Handewitt hatte sich nach dem Abgang von Kapitän Johannes Golla, einem erfahrenen Rückhaltmann, nach einem geeigneten Nachfolger umgesehen. Der Blick fiel auf Arnar Arnarsson, einen Kreisläufer, der in der Bundesliga bereits einen Namen für sich gemacht hat. Ales Pajovic, Trainer der Flensburger, betonte, dass Arnarsson die nötige Bundesliga-Erfahrung mitbringt und „mehr Variabilität auf der Kreisläuferposition“ geben wird. Besonders in einer langen Saison, in der die Belastung auf mehrere Schultern verteilt werden muss, sei dies ein entscheidender Faktor.
Doch die Geschichte hat auch eine Kehrseite: Melsungen hatte selbst Golla verpflichtet, um die eigene Defensive zu verstärken. Ein Schachzug, der nun Früchte trägt, aber gleichzeitig einen Verlust für die MT bedeutet. Die Hintergründe dieser Personalrochade bleiben allerdings im Dunkeln. Holger Glandorf, SG-Geschäftsführer, lobte Arnarsson als „körperlich starken, erfahrenen Spieler mit großem Teamgeist“.
Blaz Blagotinsek und Emil Jakobsen, die ebenfalls wichtige Rollen im Flensburger Team einnehmen, sollen durch Arnarssons Verpflichtung von zusätzlichen Lasten befreit werden. Das ermöglicht ihnen, sich voll und ganz auf ihre Leistung zu konzentrieren. Arnarsson selbst zeigte sich begeistert von dem Wechsel. „Der Wechsel zur SG Flensburg-Handewitt ist ein großer Schritt für mich und etwas, worauf ich sehr stolz bin“, erklärte der Isländer.
In der abgelaufenen Saison erzielte Arnarsson in 31 Spielen starke 59 Tore für Melsungen. Seine Physis und sein Torinstinkt werden den Flensburgern sicherlich zugutekommen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neue Konstellation auf das Geschehen in der Handball-Bundesliga auswirken wird. Die Konkurrenz im Kreis ist groß, und Arnarsson muss sich erst einmal in das Flensburger Spielsystem integrieren.
