Handball-legende verabschiedet sich: kudlacz-gloc beendet karriere

Ein abruptes Ende für eine außergewöhnliche Karriere: Karolina Kudlacz-Gloc, eine der prägendsten Figuren des deutschen und europäischen Handballsports, hat ihre Laufbahn beendet. Der Insolvenzantrag ihres Vereins HB Ludwigsburg im Jahr 2025 riss den Teppich unter ihren Füßen weg, und nun nimmt sie Abschied – mit einem Blick zurück auf eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht.

Die gebrochenen träume einer rückkehr

Noch vor wenigen Monaten kämpfte Kudlacz-Gloc mit aller Kraft um ihr Comeback nach der zweiten Baby-Pause. Das Ziel war klar: mindestens eine weitere Saison in der Handball-Bundesliga. Doch die finanzielle Notlage des Vereins zerschlug diese Pläne. Der Traum vom weiteren Erfolg in Deutschland zerplatzte, und die Entscheidung, die Karriere zu beenden, wurde unumgänglich.

„Es ist an der Zeit, die Türen dieses wundervollen Sports zu schließen und offen für neue, noch unbekannte Sachen zu sein“, teilte die polnische Spielerin auf ihren Social-Media-Kanälen mit. Ein Abschied, der von tiefer Emotion geprägt ist, aber auch von dem Willen, neue Wege zu gehen.

Mehr als nur titel: dankbarkeit und liebe

Mehr als nur titel: dankbarkeit und liebe

Achtmal Pokalsiegerin, siebenmal deutsche Meisterin – die Zahlen sprechen für sich. Doch für Kudlacz-Gloc waren es nie nur die Titel, die zählten. In ihren Abschiedsworten drückte sie ihre tiefe Dankbarkeit gegenüber ihren ehemaligen Klubs, darunter HC Leipzig und Ludwigsburg (vormals Bietigheim), aus. Besonders hervorhob sie die Unterstützung ihrer Familie: „Zuerst meinen Eltern, die sich aufgeopfert haben, damit ich mich entwickeln konnte. Und dann meinen Männern (Ehemann und zwei Söhne) zuhause, auf die ich immer zählen konnte. Sie sind meine grenzenlose Liebe.“

Die Verbundenheit zu ihrer Heimat Polen und ihren Fans schlägt ebenfalls in ihren Worten zum Ausdruck: „Ihr sollt wissen, dass alles, was ich getan habe, in Liebe für die rot-weißen Farben unseres Landes war.“ Eine Aussage, die die Leidenschaft und den Stolz einer Spielerin widerspiegelt, die ihr Herzblut in den Handball gesteckt hat.

Die Handball-Bundesliga der Frauen verabschiedete Kudlacz-Gloc bereits im März mit dem HBF Award für ihre herausragende Karriere. Ein wohlverdienter Abschied von einer Sportlerin, die das deutsche Handball-Geschäft geprägt hat – und deren Vermächtnis weiterleben wird.