Spanien schockt die weltklasse: staffel-gold in chengdu nach irrwitziger aufholjagd

Antonio Serrat jagte die Uhr und die Konkurrenz. 15 Sekunden Rückstand, 10 Sekunden Vorsprung am Ziel – Spanien raubt Großbritannien in Chengdu den Sieg und startet mit dem ersten Gold der Triathlon-Mixed-Staffel-Saison durch.

Serrat lässt jack willis alt aussehen

Die Zahlen sind gnadenlos. 20:07 Minuten brauchte der Katalane für seinen 5-km-Abschnitt, 31 Sekunden schneller als der bisher dominierende Willis. Was auf dem Papier wie ein Trainingslauf aussieht, war in Wahrheit ein K.o.-Schlag gegen die britische Top-Besetzung. Die 15 Sekunden Vorsprung der Insel-Kicker schmolzen auf dem ersten Kilometer, die restlichen 20 Meter holte Serrat auf der letzten Runde ein – dann war nur noch Stille im Zielbereich.

Die Vorarbeit lieferten Ana Carballo, Pelayo González und Sara Guerrero. Carballo verankerte Spanien nach dem Schwimmen und Rad-Anteil auf Rang vier, González schraubte das Quartett mit dem zweitschnellsten Lauf-Split des Tages auf Position drei. Guerrero hielt den Anschluss an die britische Spitze, sodass Serrat mit 21:21 Minuten Rückstand in die Schlussrunde ging – und den Rest zur Legende machte.

13 Nationen, ein sieger: spanien stoppt die favoriten

13 Nationen, ein sieger: spanien stoppt die favoriten

Die Gesamtzeit von 1:22:22 Stunden bedeutet nicht nur Platz eins, sondern auch ein Statement. 11 Sekunden vor Großbritannien, 31 vor Kanada, das sich im Sprint gegen die USA durchsetzte. Die US-Boys um Morgan Pearson mussten sich mit Rang vier begnügen – und wissen jetzt, dass sie in Paris nicht nur die Franzosen fürchten müssen.

Die Copa del Mundo in Chengdu war der erste offizielle Kräftemessen der olympischen Staffel-Saison. Spanien trat mit einer Mischung aus Erfahrung und Tempo an und lieferte den perfekten Start in ein Jahr, das mit den Spielen in Paris endet. Die Staffel ist seit Tokio olympisch – und plötzlich ist klar: Die Iberer wollen mehr als nur Edelmetall im Anschluss.

Die Uhr spricht für sich. 1:22:22 – das ist keine Glückssache, sondern die Summe aus vier Einzelleistungen, die sich nahtlos ineinander fügen. Wer so beginnt, macht Lust auf Fortsetzung. Die Jagd ist eröffnet, und Spanien führt das Feld an – mit einer Vorstellung, die selbst die sonst so lautstarken britischen Analysten verstummen lässt.