Handball-eskalation in montenegro: mehrere spieler mit sperren belegt!

Ein Pokalspiel in Montenegro ist völlig aus dem Ruder gelaufen: Rudar Pljevlja setzte sich zwar mit 28:24 gegen Zabjelo Podgorica durch und zog ins Halbfinale ein, doch der Sieg schmeckt bitter. Die Disziplinarkommission des montenegrinischen Handballverbands schlägt nun hart zu und verhängt drastische Strafen gegen mehrere Akteure – ein Vorgang, der das Ansehen des montenegrinischen Handballs nachhaltig beschädigen könnte.

Zwei jahre platzverbot für damjanovic nach ausschreitungen

Zwei jahre platzverbot für damjanovic nach ausschreitungen

Das Ausmaß der Strafe ist geradezu erschreckend: Mirko Damjanovic von Zabjelo erhielt eine Sperre von zwei Jahren, nachdem er im Verlauf des Spiels mehrfach Spieler physisch angegriffen hatte. Ein Verhalten, das in keiner Weise toleriert werden kann und dessen Konsequenzen Damjanovic nun spüren muss. Teamkollege Pero Pravilovic kommt zwar etwas milder davon, muss aber dennoch für 21 Monate pausieren. Auslöser war eine Attacke gegen Dragan Jelusic von Rudar.

Nikola Lipovina, ein Offizieller von Zabjelo, wurde ebenfalls zur Rechenschaft gezogen. Ihm droht ein neunmonatiges Sperre und eine Geldstrafe in Höhe von 700 Euro aufgrund unsportlicher Äußerungen. Auch auf Seiten von Rudar gab es Konsequenzen: Igor Miljic wurde für acht Monate gesperrt, da er während einer Spielunterbrechung mit einem “harten Gegenstand” auf das Parkett zurückgekehrt sein soll, wie cdm.me berichtet.

Dragan Jelusic selbst, der von Pravilovic attackiert wurde, erhielt eine Sperre von 40 Tagen, da er sich ebenfalls an der körperlichen Auseinandersetzung beteiligt hatte. Die Geldstrafen für die Vereine selbst sollen die finanziellen Auswirkungen der Eskalation verdeutlichen. Die Vorfälle ereigneten sich nur zwei Minuten vor dem Spielende, als die Partie bereits entschieden schien. Aber offenbar brodelte es unter der Oberfläche, und die Emotionen eskalierten schließlich.

Die Entscheidung der Disziplinarkommission ist unumstritten, doch sie sendet ein klares Signal: Unsportliches Verhalten und Gewalt haben im montenegrinischen Handball keinen Platz. Es bleibt abzuwarten, welche langfristigen Auswirkungen dieser Vorfall auf den Ruf des Verbandes und die zukünftige Entwicklung des Sports haben wird. Die Spieler und Offiziellen, die in diese Eskalation verwickelt waren, werden sich nun ihrer Verantwortung stellen müssen.