Handball-eklat in belgrad: partizan gewinnt titel nach eskalation
Ein ohrenbetäubender Knall riss die Sportska hala Slana Bara am Mittwochabend auseinander – und beendete nicht nur ein Handballspiel, sondern auch die serbische Meisterschaftsfinalserie. Partizan Belgrad, der amtierende Champion, wurde zum Titelträger erklärt, nachdem das Rückspiel gegen Voivodina aufgrund von Pyrotechnik unterbrochen werden musste. Ein Spiel, das in einem Chaos endete, das die serbische Handballszene erschüttert.

Der funke, der das feuer entfachte
Schon früh im Spiel brodelte die Stimmung. Bereits zwei Minuten nach Spielbeginn wurde ein Feuerwerkskörper von der Partizan-Fans Tribüne auf den Platz befördert. Das Spiel wurde kurz unterbrochen, setzte sich aber fort. Doch die Ruhe war trügerisch. Als Voivodina in der 15. Minute eine 6:5-Führung herausspielte, explodierte ein weiterer Feuerwerkskörper, diesmal in unmittelbarer Nähe des Voivodina-Tores. Die Spieler waren sichtlich geschockt, die Zuschauer gerieten in Panik. Ein Großteil verließ die Halle in Eile.
Der Schiedsrichter entschied, das Spiel zunächst fortzusetzen. Partizan kehrte auf den Platz zurück, doch Voivodina weigerte sich, unter diesen unsicheren Bedingungen weiterzuspielen. Die Entscheidung war unausweichlich: Das Spiel wurde abgebrochen, und Partizan Belgrad wurde mit einem beruhigenden 10:0-Ergebnis zum Meister erklärt.
Die Ereignisse werfen ein dunkles Licht auf die Sicherheitsvorkehrungen in serbischen Sportstätten und die zunehmende Aggressivität von Fangruppen. Es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen der Handballverband Serbiens für diesen Vorfall ziehen wird. Die Bilder von panischen Zuschauern und einem abrupt abgebrochenen Spiel werden die Handballszene noch lange begleiten. Die Freude über den Titelgewinn bei Partizan wird durch den bitteren Nachgeschmack des Chaos getrübt.
Die Frage, die sich nun stellt, ist nicht nur, wie solche Vorfälle in Zukunft verhindert werden können, sondern auch, ob der serbische Handball wirklich bereit ist, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Sicherheit und den Respekt im Sport zu gewährleisten. Die Entscheidung, Partizan den Titel zu verleihen, mag rechtlich korrekt sein, doch sie hinterlässt einen beispiellosen Geschmack von Ungerechtigkeit und Sorge.
