Handball-damen: spanien feilt an der identität – belén rodríguez feiert debüt!
Die spanische Frauen-Nationalmannschaft im Handball steht vor zwei wichtigen Partien gegen Griechenland und Israel, auch wenn die Qualifikation für die Europameisterschaft bereits sicher ist. Doch für Bundestrainer Joaquín Rocamora geht es um mehr als nur den Sieg: Es geht um die Verfeinerung des Spielstils, der die „neuen Guerrieras“ prägen soll.
Fokus auf die eigene leistung
Rocamora betont, dass es in den kommenden Spielen nicht um neue Taktiken gehen wird. „Wir werden an der Arbeit der ersten Woche festhalten, dafür sorgen, dass die Spielerinnen, die in der ersten Nominierung fehlten, sie kennenlernen und versuchen, die Dinge zu verbessern, die wir in den beiden Spielen gegen Österreich noch ausbessern mussten“, erklärte er gegenüber EFE. Selbst die vermeintlich leichten Gegner scheinen ihn nicht zu beeinflussen. „Wir sind der Spiegel, in den wir uns betrachten müssen. Die Gegner sind nicht die Referenz.“

Verbesserung als oberstes ziel
Die ersten beiden Begegnungen gegen Österreich zeigten bereits das Potenzial der Mannschaft. Ein souveräner 24:29-Sieg in Wien und ein noch deutlicherer 34:24-Erfolg in Algeciras unterstrichen die Entwicklung. „Was mir besonders gefallen hat, war die Fähigkeit zur Verbesserung über die gesamte Woche. Wir haben klare Arbeitsmuster definiert, und das Team hat sie nach und nach verinnerlicht“, so Rocamora.

Defensive als fundament
Besonders die defensive Leistung der Mannschaft hat Rocamora beeindruckt. Er sieht die Defensive als das Fundament für zukünftige Erfolge. „Innerhalb unserer Idee, im Ballbesitz defensiv präsent zu sein, haben sich die Absprachen der Außenverteidigerinnen und die Orientierung der Spielmacherinnen verbessert.“

Neue gesichter im team
Gegen Griechenland und Israel sollen neue Spielerinnen die Chance erhalten, sich zu beweisen. Carmen Arroyo feiert ihr Comeback in der Nationalmannschaft, während Aitana Santomé ihr Debüt geben wird. „Aitana kann auf verschiedenen Positionen in der ersten Reihe spielen. Wir wollen vor allem sehen, wie sie in unser defensives System passt, da sie motorisch sehr stark ist und in großen Räumen verteidigen kann.“ Auch Arroyo, die Rocamora aus den Jugendnationalmannschaften kennt, bringt wertvolle Erfahrung mit. „Carmen ist eine Spielerin mit großem Potenzial, die trotz ihres jungen Alters einen klaren Kopf hat und über eine gute Physis verfügt, die es ihr ermöglicht, im Zentrum der Verteidigung oder in offenen Systemen als Spielmacherin zu agieren.“
Belén rodríguez: die vielversprechende nachwuchsspielerin
Besonders die Nominierung der jungen Spielerin Belén Rodríguez hat für Aufsehen gesorgt. Die 19-Jährige war maßgeblich am Gewinn der Weltmeisterschaft der Jugend in China beteiligt und sicherte sich kürzlich die Silbermedaille bei der Junioren-Europameisterschaft. Rocamora, der bereits mit ihr in der Juniorenauswahl gearbeitet hat, schwärmt von ihren Fähigkeiten. „Für mich ist Belén eine absolute Spielerin. Sie ist in der Lage, Vorteile zu erzeugen, sowohl im direkten Duell als auch in Zwei-gegen-Zwei-Situationen.“
Belén wird gegen Griechenland ihr erstes offizielles Länderspiel bestreiten und soll vor allem im Zentrum und auf links viel Spielzeit bekommen. Damit will das spanische Team die Qualifikationsgruppe mit zwei weiteren Siegen abschließen und den Grundstein für ein erfolgreiches Turnier im Dezember 2026 legen.
