Handball-bundesliga surft auf em-welle: so will man den hype nutzen
- Em-euphorie soll in liga-erfolg münden
- Bohmann: rückenwind der em transferieren
- Dyn-gründer seifert sieht handball auf dem durchbruch
- Späth und wolff: duell der top-stars
- Transfer-offensive: liga rüstet sich mit stars auf
- Herausforderungen für die liga: inhalte und medienpräsenz
- Zukunftspläne und jugendförderung
- Links
Em-euphorie soll in liga-erfolg münden
Die Handball-Bundesliga (HBL) will den enormen Hype, der durch das erfolgreiche Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft (EM) ausgelöst wurde, maximal für sich nutzen. Ziel ist es, neue Fans für den Handballsport zu begeistern und die Liga langfristig zu stärken. Der Silber-Coup in Herning soll nun in Gold umgemünzt werden.

Bohmann: rückenwind der em transferieren
"Wir wollen den Rückenwind der EM in den Liga-Alltag transferieren und viele Fans, die wir gewonnen haben, dazu bewegen, sich Klubspiele anzuschauen", erklärte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann gegenüber dem SID. Besonders wichtig sei es, die "Abschmelzquote so gering wie möglich zu halten" und die neuen Zuschauer langfristig an die Liga zu binden.
Dyn-gründer seifert sieht handball auf dem durchbruch
Christian Seifert, Gründer und Gesellschafter von Dyn, sieht Handball auf dem Weg zum Durchbruch. Er verglich die aktuelle Situation mit der Fußball-WM 2006 in Deutschland, die ebenfalls zu einem enormen Popularitätsschub für den Sport geführt hatte. "Handball ist tatsächlich nicht mehr auf der Abschussrampe, sondern jetzt verlässt die Rakete langsam die Basis", so Seifert.
Späth und wolff: duell der top-stars
Bereits am Mittwoch kommt es zu einem hochkarätigen Duell: David Späth und Andreas Wolff stehen sich gegenüber. Wolff, der Torwart-Titan, der beim EM-Finale die deutschen Fans in Atem hielt, wird mit dem THW Kiel bei den Rhein-Neckar Löwen antreten. Die Arena in Mannheim ist nahezu ausverkauft.
Transfer-offensive: liga rüstet sich mit stars auf
Die Liga hat sich mit einigen hochkarätigen Transfers verstärkt. Neben Alex Duschebajew (VfL Gummersbach) und Dika Mem (Füchse Berlin) gehören auch Mathias Gidsel, Simon Pytlick sowie die deutschen Nationalspieler Julian Köster, Renars Uscins und Johannes Golla zu den Top-Spielern in der HBL. Diese Stars sollen die Liga attraktiver machen und das Interesse der Medien und Fans erhöhen.
Herausforderungen für die liga: inhalte und medienpräsenz
Bohmann betonte, dass es nun die Aufgabe der Liga und der Klubs sei, das Interesse aufrechtzuerhalten. "Jetzt haben wir den Wind wirklich im Rücken. Wenn wir die Segel nicht setzen, werde dieser auch wieder abflauen." Besonders wichtig sei die Erstellung neuer Inhalte für die Medien und die Steigerung der Medienpräsenz der einzelnen Klubs. Die Liga muss laut Seifert auf die "tägliche Agenda" und eine "Nachfrage zwischen den Spieltagen" erzeugen.
Zukunftspläne und jugendförderung
Trotz der ambitionierten Zukunftspläne gibt es auch Herausforderungen. Nur 19 von 38 Profiklubs haben das Jugendzertifikat erhalten. Die Liga muss weiterhin in die Jugendförderung investieren, um langfristig erfolgreich zu sein und den Nachwuchs für den Handballsport zu begeistern.
