Hamilton lässt suzuka kochen – antonelli schlägt ihn auf der strecke und am rotten teppich

Suzuka – Freitag, 14:42 Uhr Ortszeit. In der Ferrari-Box klappert es lauter als auf der Start-Ziel-Geraden. Lewis Hamilton umarmt Anya Taylor-Joy, die Kameras rattern, die Lachmuskeln der beiden Stars ebenso. Hollywood trifft Monaco-on-Sea – nur dass das Meer hier aus Asbestdampf und Motorenöl besteht.

Warum die queen’s gambit-dame plötzlich boxenstops studiert

Taylor-Joy ist nicht zum Spaß da. Sie promotiert „Super Mario Galaxy“, den nächsten Animationsblockbuster von Nintendo und Illumination. Tokio-Premiere am Mittwoch, danach direkt per Shinkansen in die Bucht von Mie. Die Crew folgt: Chris Pratt, Jack Black, Brie Larson, Keegan-Michael Key. Die Stimmen der Pixelhelden sollen in der VIP-Lounge von Ferrari Kindheitserinnerungen und Netflix-Nostalgie vereinen – ein Crossover, das selbst die Marketingabteilung von Mercedes staunen lässt. Denn während die Italiener Influencer einfliegen, holt Mercedes auf dem Kurs die Punkte.

Die Ironie: Der siebenmalige Weltmeister wird auf der Strecke von einem 19-Jährigen alt aussehen gemacht. Kimi Antonelli, Mercedes-Junior seit drei Jahren, feiert seinen ersten GP-Sieg – und schickt Hamilton auf Rang sechs. Die Zeiten: Antonelli 1:28.914, Hamilton +12,337 Sekunden. Kein Photocall kann diese Lücke schminken.

Die gerüchteküche kocht höher als der honda-turbo

Die gerüchteküche kocht höher als der honda-turbo

Parallel schiebt sich Kim Kardashian durchs Fahrerlager – ohne ihre Kids, aber mit Bodyguards, die ausschauen, als würden sie jeden Moment ein eigenes Safety-Car ausrufen. Gerüchte über ein Double-Date mit Hamilton und Taylor-Joy kursieren auf japanischen Fanforen. Fakt: Keine Bestätigung, nur gemeinsame Tokio-Sightseeing-Bilder. Fakt zwei: In den WhatsApp-Gruppen der F1-Journalisten kursiert ein Foto, das Hamilton und Kardashian in einem Sukiyaya-Restaurant zeigt – Gesichter unscharf, Rechnung über 1.200 Euro scharf wie Yas-Marina-Abflug.

Für Hamilton ist es der dritte Promi-Auftritt in zwei Wochen. Nach Monaco mit Taylor-Joy, jetzt Suzuka mit Kardashian – die Saison wird zur Reality-Show, in der die Punkte nur Nebenschauplatz sind. Die eigentliche Hauptrolle spielt die Frage: Wie lange hält Mercedes mit einem Champion, der auf der Strecze Dritter wird und neben der Strecze Erster in den Klatschkolumnen landet?

Die Antwort liefert Antonelli schon am Sonntagabend. Er steht auf dem Podium, sprüht Champagner, der nach Energy-Drink schmeckt. Hamilton verlässt die Box mit Sonnenbrille und Star-allure, die Trophäe hat er diesmal in der Hand einer Freundin – und die ist nicht einmal seine. Suzuka beweist: In der Formel 1 gewinnt momentan, wer nicht in den Schlagzeilen landet. Der Rest ist nur noch Sound und Rauch – und manchmal eben auch ein bisschen Mario.