Hamann tobt nach elfmeter-chaos: bundesliga-stars müssen sich wehren!

Wutrede nach umstrittener entscheidung

Dietmar Hamann ist nach einer strittigen Elfmeterentscheidung im Spiel zwischen dem FSV Mainz 05 und dem FC Augsburg in Rage geraten. Der TV-Experte forderte die Akteure der Bundesliga zu mehr Verantwortung im Kampf gegen den Videobeweis auf. Der Vorfall ereignete sich bereits in der fünften Spielminute und überschattete die Partie erneut mit Diskussionen rund um den VAR.

Der strittige elfmeter

Der strittige elfmeter

Auslöser war ein Elfmeter, den Nadiem Amiri verwandelte und den Weg zum 2:0-Sieg der Mainzer ebnete. Elvis Rexhbecaj (Augsburg) hatte Stefan Bell (Mainz) im Strafraum leicht am Knie gestreift. Obwohl die TV-Aufnahmen einen minimalen Kontakt zeigten, entschied Schiedsrichter Patrick Ittrich nach Überprüfung durch den VAR auf Elfmeter.

Hamanns scharfe kritik am var

Hamanns scharfe kritik am var

„Ich weiß nicht, wo er ihn getroffen haben soll“, ärgerte sich Hamann und startete eine breit angelegte Kritik am Videobeweis. Er forderte die Betroffenen, sich aktiv gegen den VAR auszusprechen. „Alle schimpfen, aber dann muss man auch etwas tun! Man muss zum DFB gehen und sagen: ‚Wir müssen etwas ändern!‘“, so der ehemalige Nationalspieler.

Vergleich mit der premier league

Hamann verwies auf eine Umfrage in der englischen Premier League, bei der nur ein einziger Spieler gegen den Videobeweis gestimmt hatte. „Wenn sie nichts machen, sollen sie sich nicht jede Woche hinstellen und sagen: ‚Oh, der Videobeweis.‘ Ich kann das nicht mehr hören, ich kann das nicht mehr sehen!“, so der sichtlich aufgebrachte Experte.

Sorge um den fußball

Als Moderatorin Britta Hofmann versuchte, Hamann zu beruhigen, betonte dieser seine Ängste um den Fußball: „Ich mache mir Sorgen um den Fußball! Macht euch keine Sorgen um mich, mir geht es gut.“ Ittrich räumte nach dem Spiel ein, dass die Entscheidung „dünn“ gewesen sei, verteidigte aber dennoch den VAR.

Ittrichs einordnung und schutz des var

Patrick Ittrich gab zu, dass die Entscheidung nach Ansicht der Bilder weniger eindeutig war, verteidigte aber die Arbeit des VAR. Er betonte die „hohe Eingriffsschwelle“ des Videobeweises und erklärte, dass der VAR die Entscheidung weder widerlegen noch belegen konnte. Dennoch gestand er ein: „Dann habe ich eben die Bilder gesehen und habe gemerkt, es ist eher dünn.“

Auswirkungen auf das spiel und die tabelle

Die strittige Entscheidung in der Anfangsphase ermöglichte es Mainz, früh in Führung zu gehen. Trotz zahlreicher Chancen konnte Augsburg nicht mehr ausgleichen. Mainz feierte den Sieg und rangiert nun erstmals seit über vier Monaten nicht mehr auf den letzten drei Tabellenplätzen. Die Diskussion um den Videobeweis wird jedoch weitergehen.