Habenhausen steigt ab: neuanfang in der regionalliga
Schlag ins Gesicht für die Handballfans aus Habenhausen: Der ATSV muss die 3. Liga verlassen. Nach einer verkrafteten Saison voller Enttäuschungen und verpassten Chancen steht der Abstieg fest. Doch aus der Niederlage will man gestärkt hervorgehen und einen Neuanfang wagen.
Ein blick zurück auf eine schwierige saison
Fünf Punkte aus 29 Spielen – die Bilanz des ATSV Habenhausen in der vergangenen Saison ist erschreckend. Das junge Team, das sich trotz aller Widrigkeiten immer wieder kämpferisch zeigte, konnte nie wirklich an die Leistungen der Vorsaison anknüpfen. Der frühe Abschied von Trainer Matthias Ruckh im November brachte zwar frischen Wind, doch Marc Winter konnte das Ruder nicht wenden. Die Niederlage am vergangenen Samstag gegen den TV Bissendorf-Holte besiegelte das Schicksal des Teams.

Der „habenhauser weg“ – ein hoffnungsschimmer
Trotz des Abgesangs gibt es Grund zur Hoffnung. Der Verein setzt auf die Förderung der eigenen Jugend und will den Teamgeist wieder stärken. Als Schirmherr für den „Habenhauser Weg“ unterstützt Nationalspieler Miro Schluroff das Projekt und gibt den jungen Spielern neue Impulse. „Wir wollen wieder dahinkommen, dass wir mit der eigenen Jugend viel machen“, so Co-Trainer Björn Wähmann. Die Spieler, die den Verein verlassen, hinterlassen eine Lücke, aber die Chance für neue Talente ist gegeben.

Blick nach bremen – ambitionen und realität
Parallel zum Umbruch in Habenhausen weht ein anderer Wind in Bremen. Der HC Bremen, in dem sich nun Ex-Trainer Ruckh und Ex-Geschäftsführer Hasselmann engagieren, plant einen ambitionierten Coup. Der Aufstieg in die Oberliga ist geschafft, und die Ziele sind hoch gesteckt. „Unser Ziel ist es, die professionellen Strukturen aus dem Leistungszentrum zu adaptieren, weiterzuentwickeln und langfristig eine Männermannschaft im Leistungshandball aufzubauen“, so Hasselmann. Doch Alexander Svoboda, der 1. Vorsitzende des ATSV, hält die Fußrasten auf der Erde: „Etwaige Träumereien von der 2. Liga sind daher für ihn ein ziemliches Luftschloss.“
Die Zukunft des ATSV Habenhausen mag ungewiss sein, doch der Verein ist entschlossen, den Neuanfang anzugehen und sich in der Regionalliga neu zu etablieren. Der Fokus liegt auf der Förderung der Jugend und dem Aufbau einer starken Mannschaft – ein Weg, der zwar mit Herausforderungen verbunden ist, aber letztendlich zum Erfolg führen kann.
