Gwd minden vor dem abgrund: zwei endspiele entscheiden über die rettung!

Minden – Die Luft in der Weserstadt wird dünner. GWD Minden steht im Handball-Abstiegskampf der Bundesliga vor einer Zitterpartie der besonderen Art. Zwei Endspiele gegen den Rekordmeister THW Kiel und die HSG Wetzlar entscheiden nun über den Verbleib in der Liga. Die Ausgangslage ist dramatisch, aber nicht hoffnungslos – zumindest glaubt das Trainer Aaron Ziercke.

Kiel-duell als erster kraftakt

Bereits am Mittwoch (03.06.2026) empfangen die Grün-Weißen den THW Kiel zum vorgezogenen 33. Spieltag. Das Hinspiel endete glatt mit einer deutlichen Niederlage, doch die Umstände sind andere. Kiel, angeschlagen durch die Finalniederlage in der European League gegen MT Melsungen, muss sich nun neu finden. „Sie sind sicher mental nicht in der besten Verfassung. Das müssen wir ausnutzen“, so Ziercke, der sich von der vermeintlichen Krise des Gegners erhofft, die eigenen Möglichkeiten zu maximieren.

Die Bilanz der Dankersen gegen Kiel liest sich seit Jahren alles andere als rosig. Der letzte Heimsieg liegt über 20 Jahre zurück, am 12. Februar 2006. Eine Wiederholung wäre nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein wichtiges Zeichen für die Moral der Mannschaft und der treuen Fans.

Wetzlar-spiel als fernduell

Wetzlar-spiel als fernduell

Sollte gegen Kiel ein Punktgewinn gelingen, entscheidet sich die Zukunft der Mindener im direkten Duell mit der HSG Wetzlar am letzten Spieltag. Dass die Mittelhessen ihrerseits nicht in Hamburg gewinnen, ist dabei eine ebenso wichtige Voraussetzung wie ein eigener Sieg. Die Situation ist also prekär, aber die Möglichkeit, sich selbst zu retten, besteht weiterhin. „Wir müssen wieder alles reinwerfen und bis zum Schluss um diese Chance kämpfen“, appelliert Ziercke an seine Schützlinge.

Die letzte vermeintliche Wende im Abstiegskampf gelang GWD Minden am 1. Mai im Derby gegen TBV Lemgo Lippe. Drei Punkte folgten aus den nächsten drei Spielen, doch für einen Klassenerhalt aus eigener Kraft reicht es nicht mehr. Die Saison 2025/26 wird somit zu einem Nervenspiel, in dem Minden auf Schützenhilfe angewiesen ist. Die Frage ist: Werden die Fans und die Mannschaft die nötige Nervenstärke und den Willen zum Kampf zeigen, um den Traum vom Verbleib in der Bundesliga am Leben zu erhalten?