Alba berlin patzt! bamberg verkürzt die serie auf 2:1

Bamberg hat Berlin überrascht! Die Baskets aus Franken haben Alba Berlin in einem packenden Spiel der Best-of-Five-Halbfinalserie der Easycredit Basketball-Bundesliga mit 81:73 geschlagen und damit die vorzeitige Festlegung des Finalisten vertagt. Die Berliner, als Titelverteidiger und klarer Favorit ins Spiel gegangen, mussten eine deutliche Leistungssteigerung der Gastgeber hinnehmen und verpassten den Matchball.

Ein auftakt nach maß für bamberg

Ein auftakt nach maß für bamberg

Schon vor dem Spiel hatte Coach Anton Gavel die Marschroute vorgegeben: „Wir sind ja eigentlich zum Siegen verdammt und wollen die Serie jetzt erst einmal verlängern.“ Und seine Mannschaft setzte diese Vorgabe beeindruckend um. Obwohl der verletzungsbedingte Ausfall von Ejiofor Onu eine Überraschung war – für ihn stand der junge Finn Döntgens in der Starting Five – ließen die Bamberger nicht den Kopf hängen. Die „Freak City“ tobte, und die Energie des Publikums schien den Bamberger Spielern zusätzlichen Auftrieb zu geben. Zur Halbzeit stand es bereits 39:30 für Bamberg, was vor allem an Albas miserabler Dreierquote (1 von 13) lag.

Justin Bean von Alba kommentierte zur Pause: „Es ist ein physischer Kampf. Wir müssen offensiv unseren Rhythmus finden.“ Doch es sollte nicht gelingen. Ein kurioser Moment direkt nach der Pause, als Bamberg-Trainer Gavel aufgrund einer strittigen Schiedsrichterentscheidung zu laut protestierte und eine technische Foul erhielt, brachte Alba kurzzeitig zurück ins Spiel. Doch Bamberg konterte umgehend und baute den Vorsprung auf beeindruckende 17 Punkte aus (58:41). Auch wenn Alba im weiteren Verlauf noch einmal aufschloss, gelang es Bamberg, die Kontrolle über das Spiel zu behalten.

Cobe Williams war mit 20 Punkten der herausragende Werfer der Bamberger, unterstützt von Ibi Watson mit 18 Punkten. Bei Alba konnten Justin Bean und Norris Agbakoko mit je 14 Punkten punkten. Die Spannung in der Serie ist damit wieder groß, und das nächste Spiel am Samstag in Bamberg verspricht ein weiteres packendes Duell zu werden.

Während Alba nun gezwungen ist, sich erneut zu beweisen, muss der FC Bayern noch etwas geduldig auf seinen potenziellen Finalgegner warten. Der Titelverteidiger hatte sich bereits am Donnerstag gegen Bonn durchgesetzt und damit vorzeitig das Endspiel erreicht – ein Kontrast zu der noch offenen Situation in der Bamberger Arena.