Gwd minden bindet flügelspringer sterba bis 2028 und schickt ein signal
Jakub Sterba bleibt. Der tschechische Nationalspieler unterschreibt beim Aufsteiger GWD Minden vorzeitig bis 2028 – und das, obwohl die Liga ihn schon umworben hatte. Ein Schritt, der den Klassenerhalt in der Daikin Handball-Bundesliga realistischer macht.

Sterba liefert zahlen, keine absichtserklärungen
22 Treffer aus 27 Würfen. Das ist keine Prognose, das ist aktuelle Bilanz. Der Rechtsaußen kam im Sommer vom ASV Hamm-Westfalen, sollte eigentlich nur Backup sein, doch er lief sich in Rekordzeit zum Leistungsträger hoch. Gemeinsam mit Max Staar bildet er das schnellste Flügelduo der 2. Saisonhälfte. Nun verlängert er, bevor andere Klubs richtig loslegten.
„Die Freude, dass Jakub seinen Vertrag in Minden verlängert hat, ist groß“, sagt Geschäftsführer Nils Torbrügge. „Er bringt Tempo, Abschlussqualität und Erfahrung.“ Der Satz klingt nach Standard, aber die Kernaussage ist hart: Minden sichert sich einen Nationalspieler, der in der EM-Quali 2026 wieder dabei sein wird – und das mit einem Drittliga-Budget.
Sterba selbst redet nicht um den heißen Brei. „Ich fühle mich wohl und freue mich riesig, direkt um zwei Jahre zu verlängern.“ Kein Agent, kein Pokern, keine Ausstiegsklausel. Stattdessen blickt er auf Platz 17 bei der EM 2026 und vier Tore bei der WM 2025 – Statistiken, die in Minden keinen interessieren, weil sie wissen: Er läuft sich hier frei.
Die Botschaft ist klar. GWD Minden will nicht nur den Klassenerhalt, sondern auch das Gesicht der Liga verändern: kleiner Club, große Nerven. Mit Sterba an Bord ist das kein Wunschdenken mehr, sondern ein Plan mit Haltungsadresse.
