Gummersbach demontiert kiel – gudjonsson im visier

Der VfL Gummersbach setzt ein Ausrufezeichen in der Rückrunde der Handball-Bundesliga. Mit einem geradezu demütigenden 34:26-Sieg in der Kieler Arena hat sich das Team von Trainer Markus Vehm einen Platz an der Spitze der Rückrundentabelle erkämpft, nur noch von den punktgleichen Füchsen Berlin übertroffen. Die Art und Weise, wie Gummersbach den THW Kiel in der zweiten Halbzeit (20:11) zerlegte, war schlichtweg beeindruckend.

Die transferoffensive beginnt im bergischen land

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Besonders die Phase zwischen der 41. und 45. Minute, in der ein 18:18-Gleichstand in eine 18:25-Führung umgewandelt wurde, demonstrierte die neue Durchschlagskraft der Gummersbacher. Der VfL spielt nicht nur erfolgreich, sondern auch attraktiven Handball, was ihn zu einem immer begehrteren Anlaufpunkt für Top-Spieler macht. Im Fokus steht nun Sigvaldi Gudjonsson, der isländische Linkshänder von Kolstad IL.

Die finanzielle Situation des norwegischen Vereins zwingt ihn zum Verkauf seiner Leistungsträger. Erst kürzlich verließ Torwart Andreas Palicka Kolstad in Richtung HSG Wetzlar und damit in der kommenden Saison zu den Füchsen Berlin. Gudjonsson, ein 31-jähriger Nationalspieler, könnte die Offensive der Gummersbacher weiter verstärken und für zusätzliche Feuerkraft sorgen. Aber Gummersbach ist nicht allein im Rennen um den begehrten Linksaußen.

Auch der TSV Hannover-Burgdorf soll konkretes Interesse an Gudjonsson bekunden, der als Nachfolger für den scheidenden Kapitän Marius Steinhauser gehandelt wird. Steinhauser kehrt im Sommer zu den Rhein-Neckar Löwen zurück. Die Niedersachsen empfangen am Sonntag Frisch Auf Göppingen und könnten dort bereits die Weichen für die kommende Saison stellen.

Die Verpflichtung eines Spielers wie Gudjonsson wäre ein klares Signal, dass der VfL Gummersbach nicht nur kurzfristig erfolgreich sein will, sondern langfristig in Europa mitspielen möchte. Ob es den Bergischen gelingt, den isländischen Star in die Handball-Bundesliga zu locken, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Der VfL Gummersbach hat sich in den letzten Wochen als ernstzunehmende Größe im deutschen Handball etabliert – und das ist kein Zufall.