Antispin-queen sabine winter schockt singapur – europas rekordjagd endet im halbfinale
Die 33-Jährige aus Dachau schrubbte mit ihrem stumpfen Belag die chinesische Königsklasse aus dem Takt und schrieb Geschichte – nur Wang Manyu konnte sie bremsen.
Winter wirbelt die top-ten-welt durcheinander
Sieben Spieltage lang galt in Singapur ein einfaches Gesetz: Wer Winter auf dem anderen Tisch sah, bekam kalte Füße. Mit ihrem Antispin-Monster auf der Rückhand zog Sabine Winter durch das 1,55-Millionen-Dollar-Feld wie eine Abrissbirne durch Papier. Wang Yidi (WR-7) und Zhu Yuling (WR-4) flogen raus, die Hymne lief dreimal hintereinander – dann kam Wang Manyu.
Dennoch: Nie zuvor stand eine Europäerin so tief im laternenfernen Licht der WTT-Serie. Winter nahm 22.500 Dollar mit, klettert auf 900 Punkte und hat die Top 10 im Visier. Vor dem Turnier lag sie auf Platz 15, jetzt klopft sie an die Tür, die sonst nur Asiatinnen öffnen.

Franziska liefert mit, bleibt kurz vorm glück
Patrick Franziska schickte den japanischen Superstar Tomokazu Harimoto nach Hause, scheiterte später an Lin Yun-Ju. Auch er spielte sich in die Geschichtsbücher – und bewies, dass der deutsche Angriff nicht nur aus Winter besteht. Beide Athleten zeigten, was der TSV Pelkum seit Jahren predigt: Mut zahlt sich aus, auch gegen chinesische Übermacht.
Winter selbst blieb nach dem 1:4 gegen Manyu kurz an der Bande stehen, atmete tief durch und lächelte dennoch. „Ich habe bewiesen, dass Antispin keine Rarität ist – sondern eine Waffe“, sagte sie und schwang ihr Holz wie ein Schwert. Die Reise geht weiter, das Ziel heißt Paris 2027. Und wer weiß: Vielleicht steht dann ganz Europa hinter ihr, statt nur zu gucken.
