Guardiolas letzte saison? city-flop gegen madrid entfacht exit-gerüchte
Pep Guardiola lachte bitter. „Jeder will mich feuern“, sagte er, nachdem Real Madrid Manchester City aus der Champions League warf. Der Sarkasmus war nicht zu überhören, denn hinter der Geste brodelt ein Machtkampf: Club-Ikone oder Weggang nach elf Jahren? Die Uhr tickt.
Hamanns prognose: „der zyklus endet 2026“
Dietmar Hamann sprach am Sky-Mikro das aus, was in den Korridoren des Etihad Campus seit Wochen gemunkelt wird: „Man merkt, dass der Zyklus mit Pep Guardiola zu Ende geht. Ich bin mir sicher, dass er im Sommer den Verein verlassen wird.“ Keine offizielle Dementi, kein neuer Vertrag – nur ein Schweigen, das lauter ist als jede Pressekonferenz. Guardiolas Papier läuft zwar erst 2027 aus, doch im Profifußball zählt nicht das Datum, sondern das Momentum. Und das ist gegen Null.
Die 1:4-Pleite im Elfmeterschießen folgte auf eine Saison, in der City seltsam leicht ausging. Die Titelverteidigung in der Premier League schwankt, der Carabao-Cup wird zur Nebensache, und das FA-Cup-Viertelfinale gegen Liverpool rückt zur Zitterpartie. Guardiola selbst sagt: „Wir sind keine komplette Mannschaft.“ Ein Satz, der wie ein Abschied klingt.

Perfektionist ohne erfüllung
Der 55-Jährige jagt weiter die vollkommene Equipe, doch die Transfers der letzten Fenster hinterließen Lücken. Kein klassischer Neuner, keine neue Innenverteidigung, dafür Mittelfeld-Overkill. Guardiolas System lebt von Automatismen, aber auch von Spielern, die seine Idee atmen können. Der Kader atmet aktuell nur noch schwer. Die Folge: Acht Spiele ohne Sieg gegen Real Madrid in der K.o.-Phase – eine Statistik, die ihm auf dem Rücken brennt.
Intern wissen die Verantwortlichen: Verlängern bedeutet erneut Umbau, bedeutet Macht für einen Trainer, der sich in Manchester wie ein Klub innerhalb des Klubs bewegt. Verabschieden bedeutet Risiko, bedeutet aber auch frisches Narrativ für eine Mannschaft, die seine Stimme inzwischen kennt wie den Klang des Anpfiffs. Die Spieler tun noch loyal, doch die Körpersprache nach dem Schlusspfiff verriet Erschöpfung.

City steht vor einem sommer der tränen – egal wie die teller sich drehen
Am Sonntag wartet der Carabao-Cup, Mitte April das Duell mit Liverpool. Gewinnt City beides, könnte der emotionale Tsunami überschaubar bleiben. Fliegen auch diese Träume, wird das Etihad Stadium zum Tribunal. Guardiola wird dann nicht mehr nur gefragt, ob er bleibt, sondern ob er noch die Kraft hat, das nächste Projekt zu ertragen. Die Antwort trägt kein Datum, nur ein Gewissen.
Die Gerüchte enden erst, wenn Guardiola sich öffentlich festlegt. Bis dahin zählt jeder Blick zur Uhr, jede Antwort, jede Niederlage. Manchester City bastelt nicht nur an der Kaderplanung, sondern an seiner Identität. Der Abschied des Mannes, der den Klub verwandelte, wäre kein Epilog, sondern ein Schnitt durchs Herz des Vereins. Die nächsten Wochen entscheiden, ob diese Wunde jetzt blutet oder erst 2027. Die Heilung wird Jahre dauern – mit oder ohne Guardiola.
